Österreichs Unternehmen hinken in der IT-Sicherheit hinterher

26. Mai 2017, 10:50
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Ausgaben für den Schutz gegen Cyberkriminelle werden international oft als Investition und Chance gesehen

Wien – Weltweit stocken Unternehmen ihre Ausgaben für IT-Sicherheit auf, "in Österreich ist dieses Bewusstsein jedoch noch weniger stark ausgeprägt", schließt das Beratungsunternehmen PwC aus einer aktuellen weltweiten Umfrage. "Heimische Unternehmen hinken hier eindeutig nach" heißt es. International würden Ausgaben für den Schutz gegen Cyberkriminelle inzwischen oft als Investition und Chance gesehen.

"Die Unternehmen verstehen, dass IT-Sicherheit ein elementarer Bestandteil der geschäftlichen Rahmenbedingungen sein muss", sagt Christian Kurz von PwC Österreich laut Aussendung. Technologie werde nicht mehr als Bedrohung eingestuft. "Auch in Österreich setzt dieses Umdenken ein", ist Kurz aber für die Zukunft zuversichtlich.

Mehr Mitarbeiterschulungen

Der Abstand der befragten österreichischen Firmen zur internationalen Vergleichsgruppe zeigt sich in verschiedensten Kategorien: Weltweit steigern zwei Drittel aller Firmen ihre Ausgaben für IT-Sicherheit, in Österreich hingegen nur ein Drittel. Weltweit schulen knapp 60 Prozent der Firmen ihre Mitarbeiter dazu, in Österreich nur ein Drittel. Auch Sicherheit für das Internet der Dinge – also die Verbindung von Haushaltsgeräten mit dem Internet – ist weltweit für die Hälfte der Firmen ein Thema, in Österreich nur für jede fünfte Firma.

Besonders bedroht sind die Branchen Telekommunikation, Medien- und Kommunikation sowie Finanzdienstleistung. Dabei stellen Phishing-Attacken die am häufigsten registrierten Sicherheitsstörungen im Jahr 2016 dar (Global mit 38 Prozent, in Österreich 24 Prozent), ergab die Studie.

Externe Speicherung

Auch die Verlagerung von IT in die Cloud, also in eine externe Speicherung, wird in Österreich noch eher zögerlich angenommen. Nur ein Drittel der befragten heimischen Firmen führen ihre IT-Dienste in der Cloud aus, weltweit sind es fast zwei Drittel. Die Finanzen hat jedes fünfte österreichische Unternehmen in die Cloud verlagert, aber jedes dritte Unternehmen weltweit.

Die Global State of Information Security Survey 2017 wird von PwC zusammen mit den Fachmagazinen CIO und CSO veröffentlicht. An der Umfrage nahmen rund 10.000 Führungskräfte aus 133 Ländern teil, davon 53 aus Österreich. (APA, 26.5.2017)

  • Weltweit steigern zwei Drittel aller Firmen ihre Ausgaben für IT-Sicherheit.
    foto: apa/ andrew caballero-reynold

    Weltweit steigern zwei Drittel aller Firmen ihre Ausgaben für IT-Sicherheit.

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