Ranking: derStandard.at ist glaubwürdigstes Medium

26. Mai 2017, 12:02
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DER STANDARD und "Die Presse" bei Printausgabe vorne, Ö1 bei Radio – Whatsapp und Youtube glaubwürdigste Social-Media-Plattformen

Wien – Inwieweit empfinden Sie die folgenden Medien als glaubwürdige Quellen für Informationen? Diese Frage stellte Marktforscher marketagent.com für das Glaubwürdigkeitsranking der Kommunikationsagentur klar im April 2017 österreichweit 1.500 Personen zwischen 14 und 69 Jahren.

derStandard.at, DER STANDARD und "Die Presse" vorne

Die höchste Glaubwürdigkeit wird demnach derStandard.at (66,4 Prozent), Ö1 (66,3 Prozent) und diepresse.com (65,6 Prozent) zugeschrieben.

"Die Presse" und DER STANDARD teilen sich auch die Spitzenplätze bei Printausgaben. 65,2 beziehungsweise 65 Prozent halten diese Zeitungen für sehr oder eher glaubwürdig. Orf.at wird von 62,1 Prozent als glaubwürdige Quelle eingestuft, ORF 3 kommt auf 61,9 Prozent und salzburg.com auf 60,1 Prozent.

Bei den Printmedien werden nach "Die Presse" und STANDARD die "Salzburger Nachrichten" (58,3 Prozent), "Profil" (57,1 Prozent), "Wiener Zeitung" (51,8 Prozent) und "Oberösterreichische Nachrichten" (50,3 Prozent) genannt. Die "Kronen Zeitung" wird von 34,9 Prozent als "sehr glaubwürdig" oder "eher glaubwürdig" eingestuft, "Heute" von 24,5 und "Österreich von 21,6 Prozent.

STANDARD für Grün-Wähler sehr glaubwürdig, "Krone" für FPÖ-Anhänger

"Bei der Einschätzung der Printmedien im Vergleich mit jener der politischen Parteien zeigt sich ein nicht unerwartetes, aber doch interessantes Bild", sagt Geschäftsführerin Birgit Brandner. "87,1 Prozent derjenigen, die die Grünen für glaubwürdig halten, messen dem STANDARD eine sehr hohe Glaubwürdigkeit zu – aber nur 58,7 Prozent derjenigen, die der FPÖ Glaubwürdigkeit attestieren, halten ihn für eine glaubwürdige Informationsquelle."

Ein ähnliches Ergebnis zeige sich bei der "Presse" (84,1 Prozent vs. 61,2) und dem "Profil" (76,2 vs. 54,9). Beim "Kurier" sei die Polarisierung geringer, aber doch vorhanden (63,4 vs. 51,6). Umgekehrt werde die "Kronen Zeitung" von 54,7 Prozent derjenigen, die die FPÖ glaubwürdig finden, als glaubwürdig empfunden, während ihr nur von 33 Prozent der Grün-Affinen Glaubwürdigkeit zugeschrieben wird.

Whatsapp bei Social Media am glaubwürdigsten

Bei den Social-Media-Plattformen liegt Whatsapp mit 47 Prozent vor Youtube (46 Prozent) und Xing (42 Prozent). Facebook, Snapchat und Twitter sind nur für ein Viertel der Befragten glaubwürdige Quellen für Information, lautet ein Ergebnis der Umfrage.

Generell sagen laut Marketagent.com-Umfrage 57,4 Prozent der Österreicher, dass Glaubwürdigkeit als Wert an Bedeutung gewinnen wird. Als Grund dafür nennen zwei Drittel, dass es immer schwieriger werde, zwischen wahren und falschen Informationen zu unterscheiden. (red, 26.5.2017)

Hinweis zur Methodik

Das Glaubwürdigkeitsranking wurde Ende April 2017 von Marketagent.com durchgeführt und basiert auf 1.500 Online-Interviews (CAWI). Die Grundgesamtheit sind web-aktive Personen aus Österreich zwischen 14 und 69 Jahren (Internetdurchdringung 90 Prozent). Die Quoten-Selektion wurde nach Geschlecht, Alter, Bildungsabschluss und Bundesländern vorgenommen. Die maximale Schwankungsbreite beträgt +/- 2,6 Prozentpunkte.

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