Russischer Lokaljournalist in sibirischer Kleinstadt erschossen

25. Mai 2017, 11:02
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Ermittler halten Zusammenhang mit seiner Arbeit für möglich

Moskau – In einer abgelegenen Region im Osten Russlands ist ein Lokaljournalist erschossen worden. Die Leiche des 42-jährigen Dmitri Popkow sei am Mittwoch im Hinterhof eines Hauses in dem sibirischen Ort Minusinsk etwa 440 Kilometer südlich von Krasnojarsk gefunden worden, teilten Ermittler am Donnerstag mit.

Sie hielten es für möglich, dass das Verbrechen mit der journalistischen Tätigkeit des Opfers zusammenhänge. Popkow war Redakteur bei der Lokalzeitung "Ton-M". Er war bereits der zweite russische Journalist, der seit Anfang des Jahres getötet wurde. Der Reporter Nikolai Andruschtschenko starb nach einem Angriff in St. Petersburg. Seinen Kollegen zufolge stand die Attacke mit seinen Versuchen in Zusammenhang, Korruptionsfälle aufzudecken.

In der globalen Rangliste der Pressefreiheit der Journalisten-Organisation "Reporter ohne Grenzen" liegt Russland auf dem 148. Platz und damit weit hinten. In den vergangenen Jahren gab es in dem Land zahlreiche Übergriffe auf Journalisten. Die Ermittlungen der Polizei verlaufen oft im Sande. (APA, 25.5.2017)

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