Mattersburg/Wien – Rapids erste von zwei Generalproben für das Fußball-Cup-Finale steigt am Donnerstag im Pappelstadion. Die Hütteldorfer wollen mit einem Sieg gegen den SV Mattersburg und einem Erfolg zum Liga-Abschluss am Sonntag gegen den SKN St. Pölten Selbstvertrauen für das Pokal-Duell mit Red Bull Salzburg am 1. Juni in Klagenfurt tanken, wo es darum geht, eine verkorkste Saison noch halbwegs zu retten.

In den ausstehenden beiden Runden soll der momentane Tabellenrang sechs zumindest gehalten werden, womit das schlechteste Abschneiden der Vereinsgeschichte – Platz acht in der Saison 2001/02 – vermieden wäre. Vor 15 Jahren gab es mit 43 Zählern auch den Punkte-Negativrekord seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995/96. Derzeit hält Rapid bei 40 Zählern.

Die Marke von 2001/02 könnte schon im Burgenland erreicht werden. "Wir haben großen Respekt vor den Mattersburgern – das ist die zweitbeste Frühjahrsmannschaft. Aber wir wollen auch gegen sie gewinnen", kündigte Trainer Goran Djuricin am Sonntag nach dem 1:0 gegen Sturm Graz an.

Im Vergleich zum Erfolg über die Steirer und im Hinblick auf das Cup-Endspiel dürfte der Rapid-Betreuer einige Veränderungen vornehmen. "Wir werden sicher den einen oder anderen schonen. Aber wenn zum Beispiel Traustason, Schösswendter oder Jelic von Beginn an spielen, ist die Qualität nicht geringer", erklärte Djuricin.

Einige Rotationen ergeben sich allein schon aufgrund von Blessuren. Die gegen Sturm ausgetauschten Louis Schaub und Tamas Szanto sind zwar nicht schlimmer verletzt, werden aber am Donnerstag als Vorsichtsmaßnahme eher nicht zum Einsatz kommen. Kein Thema ist Giorgi Kvilitaia, dessen Saison wegen einer schweren Adduktorenverletzung beendet ist.

Im Gegensatz zu Djuricin kann Mattersburg-Coach Gerald Baumgartner fast aus dem Vollen schöpfen. Vor dem Duell mit dem Rekordmeister, der sich ebenso wie die Burgenländer seit dem Wochenende nicht mehr in Abstiegsgefahr befindet, meldeten sich praktisch alle Spieler fit, zudem kehren Stefan Maierhofer und Thorsten Röcher von ihren Sperren zurück. "Für uns ist dieses Match ein I-Tüpfelchen, wir können befreit aufspielen und wollen uns beim Publikum bedanken", sagte Baumgartner.

Die vergangenen Wochen gingen weder beim SVM-Trainer noch bei seinen Kickern spurlos vorüber. "Das ganze Frühjahr war davon geprägt, gewinnen zu müssen und Druck auszuhalten, doch die Mannschaft hat das fantastisch gelöst. Wir haben einen extremen Teamgeist entwickelt, jeder hat sich in den Dienst des Kollektivs gestellt", meinte Baumgartner. (APA, 24.5.2017)