Google will mit Kreditkarten-Daten Offline-Käufe beobachten

24. Mai 2017, 16:32
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Neuer Dienst namens Google Attribution soll feststellen, welche Auswirkungen Online-Werbung hat – Datenschützer besorgt

Google hat einen neuen Service namens Google Attribution angekündigt. Er soll Werbekunden zeigen, ob ihre Online-Anzeigen Auswirkungen auf das reale Kaufverhalten der Nutzer hatten. Das soll mittels Kreditkartendaten abgeglichen werden. Google gab an, Zugriff auf Daten zu rund 70 Prozent aller Kreditkartentransaktionen in den USA zu haben. Der IT-Konzern kann außerdem feststellen, wo sich Nutzer physisch aufhalten. Schon seit 2014 kann etwa registriert werden, ob sich Kunden in einem Geschäft aufhalten.

Neue Verschlüsselungstechnologie

Der Konzern gab an, dass eine "neue Verschlüsselungstechnologie" die Daten der Nutzer "privat, sicher und anonym" halten soll. Datenschützer wie Marc Rotenberg vom Electronic Privacy Information Center zeigen sich dennoch besorgt. "Was mich fasziniert ist, dass diese Kunden einerseits immer mehr private Daten verarbeiten, andererseits selbst immer verschwiegener werden", sagte Rotenberg zur BBC.

Nutzer können sperren

Unklar ist, ob Googles Pläne in Europa Realität werden können. Ab Mai 2018 gilt etwa die Datenschutzgrundverordnung, die strikte Regeln an die Verarbeitung solcher Daten anlegt. Nutzer können einige der gesammelten Daten für die Weiterverarbeitung sperren. Das kann auf der persönlichen Nutzerseite beim Google-Konto festgelegt werden. (red, 24.5.2017)

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BBC

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    foto: ap/matt rourke
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