Online-Handel knabbert an Umsätzen der Einkaufszentren

24. Mai 2017, 14:08
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Nur jede fünfte Shopping Mall konnte einen realen Umsatzzuwachs erzielen – Quadratmeter-Produktivität auf 3.600 Euro pro Jahr gesunken

Wien – Die Umsätze der Einkaufszentren in Österreichs stagnieren – schuld daran ist auch der Online-Handel, der bereits 12 Prozent des Einzelhandelsumsatzes ausmacht. Die 100 größten Shopping Malls mit jeweils mehr als 5.000 Quadratmetern Einkaufsfläche haben im Vorjahr zusammen 9,5 Milliarden Euro umgesetzt, nur jedes fünfte davon hat einen realen Umsatzzuwachs erzielt, hat RegioData errechnet.

Ohne Berücksichtigung der neuen Shopping Mall ELI in Liezen ergibt sich für 2016 sogar eine etwas geringere Quadratmeterproduktivität von rund 3.600 Euro pro Jahr und Quadratmeter vermietbare Fläche. Die höchsten Umsätze erzielen der Messepark in Dornbirn (10.400 Euro/m2), der Europark in Salzburg und das Designer Outlet in Parndorf. Am anderen Ende des Rankings sind 15 Shopping Malls mit einer jährlichen Quadratmeterleistung unter 3.000 Euro pro Quadratmeter, fünf setzen sogar weniger als 2.000 Euro pro Quadratmeter um. Der Anteil der leerstehenden Flächen ist von 3,6 Prozent (2015) auf 5,1 Prozent gestiegen.

Die häufigsten Mieter in den 100 größten Shopping Malls sind Roma Friseurbedarf (58 mal), dm Drogeriemarkt (55 mal), Deichmann (51 mal) und Drei-Handyshops (50 mal). Im Gastronomiebereich führen Tchibo/Eduscho, die Interspar-Restaurants, McDonald's und Nordsee die Liste an.

Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern ist Österreich bei der Shopping-Mall-Dichte in den letzten Jahren ins Mittelfeld abgerutscht. Mit rund 360 Quadratmetern Verkaufsfläche pro 1.000 Einwohner (Basis waren alle Shopping Malls mit mehr als 5.000 m2 Verkaufsfläche) belegt Österreich Rang 10. Die größte Einkaufszentren-Dichte haben Norwegen (fast 800 m2), Luxemburg, Schweden, Estland und Finnland. (APA, 24.5.2017)

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