1Password will vor Spionage durch Grenzbehörden schützen

24. Mai 2017, 12:17
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Travel Mode entfernt sensible Daten temporär – Nach Grenzübertritt wieder verfügbar

In den letzten Jahren haben sich die Begehrlichkeiten der Behörden beim Grenzübertritt immer weiter gesteigert. Gerade bei der US-Einreise scheint das Interesse an elektronischen Geräten und den darauf gespeicherten Daten zunehmend intensiver zu werden. So gibt es mittlerweile zahlreiche Berichte über Vorfälle, bei denen Einreisende zum Entsperren ihrer Smartphones und der Weitergabe an Beamte aufgefordert wurden. Wer sich weigert, dies zu tun, dem kann die Einreise verwehrt werden.

Tarnmodus

Die Realität ist natürlich, dass gerade Geschäftsreisende kaum um regelmäßige Grenzübertritte in die USA herumkommen. Und genau für diese hat 1Password nun ein neues Angebot geschnürt: Mit dem Travel Mode sollen sensible Passwörter temporär von allen Geräten entfernt werden.

Nach erfolgreichem Grenzübertritt können sie dann diesen Reisemodus einfach wieder deaktivieren, und erhalten erneut Zugriff auf sämtliche Passwörter. Die Nutzer können sich dabei entscheiden, ob sie die gesamte Passwortdatenbank entfernen wollen, oder auch zum Schein einzelne Einträge in der Liste belassen sollen.

Ablauf

Aktiviert wird das Feature über das Web-Interface von 1Password. Danach muss dann auch noch ein frischer Login auf sämtlichen verbundenen Geräten erfolgen.

Bei all dem gibt es allerdings eine entscheidende Einschränkung: Der Travel Mode ist auf Abonennten von 1Password beschränkt, jene die die App ganz normal erworben haben, bekommen dieses Feature also vorerst nicht. (red, 24.5.2017)

  • Der Travel Mode soll vor neugierigen Grenzbeamten schützen.
    grafik: 1password

    Der Travel Mode soll vor neugierigen Grenzbeamten schützen.

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