EU-Kommissarin: In Europa nur Autos nachzurüsten unfair

24. Mai 2017, 10:07
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Bienkowska kritisiert "andere Behandlung" als in Amerika: "Wir machen weiter Druck"

Wien/Brüssel/Wolfsburg – Dass der deutsche Autokonzern VW in der Dieselabgas-Affäre in Europa lediglich die Autos nachrüstet, während VW-Diesel-Käufer in den USA eine Entschädigung bekommen, hält EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska für unfair. Davon habe sie – bisher leider ohne Erfolg – versucht, VW zu überzeugen, "aber wir machen weiter Druck", erklärte Bienkowska in der Tageszeitung "Die Presse".

Viele Käufer in Europa würden viel für ein saubereres Auto zahlen, "sie wurden betrogen. Und sie merken, dass sie nun anders behandelt werden als die Amerikaner", meinte die EU-Kommissarin in einer Doppelconference mit den neuen Wirtschaftsminister Harald Mahrer (ÖVP).

Langfristig schade das dem Image von VW gewaltig, so Bienkowska: "Das wird für sie teurer, als wenn sie den europäischen Kunden jetzt entgegenkommen. Das heißt nicht, dass sie so viel zahlen wie in den USA. Aber nur in der Werkstatt etwas austauschen und das war's dann – das ist keine Lösung." (APA, 24.5.2017)

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