Unterwegs mit 35.000 Frauen: Als männlicher Begleitläufer beim Frauenlauf

Blog24. Mai 2017, 08:00
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Vom großartigen Gefühl, als vermutlich einziger Mann bei einem Women-only-Event dabei zu sein und von den 35.000 Frauen weder als Eindringling noch als Spanner oder Störenfried behandelt zu werden: Als Begleitläufer der blinden Elite-Skifahrerin Veronika Aigner beim 30. Österreichischen Frauenlauf

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foto: thomas rottenberg

"Does Ilse know about this?" Kathrine Switzer wirkte irritiert. Und fragte lieber noch einmal. "Are you sure, this is okay with her?" Doch nach diesem kurzen Hochziehen der Augenbraue war die große Dame des Frauenlaufsports rasch wieder die charismatische und (fast) immer lachende Frau, die ich ein paar Wochen zuvor in Boston kennengelernt hatte und die ich hier wieder traf: Es war der Donnerstag vergangener Woche – und Ilse Dippmann, die Erfinderin und Veranstalterin des österreichischen Frauenlaufes, hatte zum Get-Together in den Stadtpark gebeten. Auch, um neben den Siegerinnen der letzten Jahre ihren wichtigsten Gast des 30. Lauf-Geburtstages zu präsentieren und zu ehren: Kathrine Switzer – jene Frau, die vor 50 Jahren in Boston alle Regeln der Männer-Sport-Kamarilla gebrochen hatte und als erste Frau mit einer Startnummer einen Marathon gelaufen war.

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