Behörden verhaften 21 Uber-Fahrer in Hongkong

23. Mai 2017, 12:02
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Chauffeuren fehlten Erlaubnis und Versicherungsschutz

Hongkong – Bei einem verdeckten Einsatz der Behörden sind in Hongkong 21 Fahrer des Fahrdienstes Uber festgenommen worden, weil sie ohne die nötige Erlaubnis Kunden chauffierten. Wie die Polizei der chinesischen Sonderverwaltungszone mitteilte, wurden am Dienstag 20 Männer und eine Frau festgenommen.

Sie müssen sich nun dafür verantworten, illegal Passagiere gegen Geld transportiert zu haben und nicht den nötigen Versicherungsschutz zu besitzen.

Lockvögel seien auf viele Fahrten geschickt worden und hätten Beweismittel gesichert, erklärte die Polizei. Die verdeckten Ermittlungen dauerten mehrere Wochen, bis es schließlich zu den Festnahmen kam.

Enttäuschung beim Unternehmen

Uber zeigte sich "zutiefst enttäuscht" von den Festnahmen. "Fahrgemeinschaften sollten kein Verbrechen sein", erklärte das US-Unternehmen und warf Hongkong vor, die dortigen Transportvorschriften hielten mit dem Stand der Innovation in der Metropole nicht Schritt.

Uber mischt seit einiger Zeit den traditionellen Taxi-Markt massiv auf, stößt aber in vielen Ländern auf Kritik und harsche Vorschriften. Außerdem machte das Unternehmen in den vergangenen Monaten auch wegen Rücktritten mehrerer Führungskräfte und Kritik an Firmenchef Travis Kalanick auf sich aufmerksam. Nicht zuletzt setzte Uber eine geheime Software ein, die mittlerweile verboten wurde. Sie sollte unter anderem Behördenkontrollen umgehen. (APA, 23.5.2017)

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