Neue Schutzmaßnahmen für den Saatguttresor auf Spitzbergen

    23. Mai 2017, 10:49
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    Die globale Erwärmung setzt der Anlage, die Saatgut aus aller Welt für die Zukunft bewahren soll, zu

    Longyearbyen – Ein als besonders sicher geltendes Saatgut-Depot in der Arktis ist vom Klimawandel bedroht und soll durch neue Baumaßnahmen besser geschützt werden. Im "Svalbard Global Seed Vault" auf der Insel Spitzbergen lagern Pflanzensamen aus der ganzen Welt bei Minusgraden, um im Falle von Naturkatastrophen oder auch Kriegen auf sie zurückgreifen zu können.

    Doch nach starken Regenfällen und Schneeschmelze wegen einer Hitzewelle war im vergangenen Oktober Wasser in einem Zugangstunnel entdeckt worden, wie die Behörden in Norwegen mitteilten. Saatgut sei dabei zwar nicht beschädigt worden, der Schreck war dennoch groß. Nun werden den Angaben zufolge unter anderem neue wasserdichte Schutzwände gebaut, Wärmequellen entfernt und Entwässerungsgräben ausgehoben.

    Der im Jahr 2008 eröffnete Saatguttresor liegt in einer stillgelegten Kohlegrube außerhalb der Stadt Longyearbyen, nur der Eingang liegt über der Erde. Die Lagerhallen liegen 130 Meter über dem derzeitigen Meeresspiegel und sollten daher auch bei einem dramatischen Anstieg unversehrt bleiben. Im März 2017 wurde auch ein Archiv für wichtige Dokumente aus aller Welt eingerichtet. (APA, red, 23.5.2017)

    • Eingang zum Svalbard Global Seed Vault auf Spitzbergen. Hier werden Samen tausender Pflanzenarten aufbewahrt.
      foto: reuters/heiko junge

      Eingang zum Svalbard Global Seed Vault auf Spitzbergen. Hier werden Samen tausender Pflanzenarten aufbewahrt.

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