Nashville erstmals im Stanley-Cup-Finale: "Traum wird wahr"

23. Mai 2017, 10:09
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Nach viertem Sieg im Conference-Finale gegen Anaheim – Drei Treffer von Kanadier Sissons

Nashville (Tennessee) – Die Nashville Predators haben erstmals das Stanley-Cup-Finale erreicht. Die Profis der 1997 gegründeten Eishockey-Franchise bezwangen am Montag (Ortszeit) in der Endspielserie der Western Conference der NHL die Anaheim Ducks mit 6:3 und gewannen damit die "best-of-seven"-Serie mit 4:2. "Ein Traum wird wahr", sagte der überragende Torhüter Pekka Rinne.

Die Predators haben ihrem Spitznamen "Smashville" alle Ehre gemacht. In den Play-offs hat die Mannschaft von Trainer Peter Laviolette die Gegner zertrümmert. In den bisherigen acht Heimspielen in der K.o-Runde holte Nashville sieben Siege – die jüngsten sogar ohne Topscorer Ryan Johansen und Kapitän Mike Fisher, die beide verletzt sind.

Der Gegner in der Finalserie steht noch nicht fest. Titelverteidiger Pittsburgh Penguins könnte angesichts einer 3:2-Führung mit einem Sieg in der Nacht auf Mittwoch gegen die Ottawa Senators aufsteigen.

In Nashville feierten am Montag nicht nur die 17.352 Fans in der Halle ausgelassen den Sieg, auch tausende Anhänger freuten sich in den Straßen über den Finaleinzug. Nie zuvor war die Hockey-Euphorie in der Stadt am Cumberland River so groß. Bisher war das Erreichen des Play-off-Viertelfinales der größte Erfolg, jetzt träumen die Fans in der 600.000-Einwohnerstadt von der großen silbernen Trophäe. "Keine Stadt in der NHL hat das, was Nashville hat", erklärte Verteidiger P.K. Subban.

Der Kanadier Colton Sissons erzielte drei Treffer (9./44./55. zum 4:3) und hatte damit maßgeblichen Anteil am Erfolg. "Das Gefühl ist unbeschreiblich. Ich habe nicht einmal davon geträumt, in so einem wichtigen Spiel einen Hattrick zu erzielen", gestand der 23-Jährige. Austin Watson (2./59.) und Filip Forsberg (58./wie Watson ins leere Tor) steuerten die restlichen Treffer bei.

Für Anaheim hatten Ondrej Kase (25.), Chris Wagner (46.) und Cam Fowler (49.) zum zwischenzeitlichen 3:3 ausgeglichen. Die Ducks müssen damit weiter auf ihren zweiten Titel nach 2007 warten. (APA, 23.5.2017)

NHL: Play-off-Finale der Western Conference ("best of seven):

Nashville Predators – Anaheim Ducks 6:3
Endstand der Serie 4:2

Nashville zum ersten Mal im NHL-Finale um den Stanley Cup.

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