Kärntner Feuerwehren nach Unwettern im Dauereinsatz

23. Mai 2017, 08:57
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Murenabgänge und überflutete Keller und Straßen

Klagenfurt – Gewitter mit teils heftigem Hagelschlag sind am Montagabend über Kärnten hinweggezogen und haben den Feuerwehren jede Menge Arbeit beschert. Besonders betroffen waren die Bezirke Villach und Feldkirchen, allein in der Stadt Villach wurden mehr als 100 Einsätze verzeichnet. Straßen und Keller wurden überschwemmt, teilweise gab es auch Murenabgänge.

In Lavamünd im Bezirk Wolfsberg ging am Abend eine Mure ab, die laut Polizei die Lavamünder Bundesstraße verlegte, die Straße war mehrere Stunden lang nur erschwert passierbar. In Villach lag der Hagel stellenweise mehr als zehn Zentimeter hoch, kleinräumige Überflutungen wurden auch aus Feldkirchen und aus dem Bezirk Klagenfurt-Land gemeldet. Die Höhe des entstandenen Schadens stand am Dienstag in der Früh noch nicht fest, ein Feuerwehrmann in Villach wurde laut ORF Kärnten bei den Einsätzen verletzt.

Der Hagelschlag und die Vermurungen dürften der Kärntner Landwirtschaft einen Schaden von rund 450.000 Euro zugefügt haben. Laut ersten Einschätzungen der Hagelversicherung sind vor allem Grünland, Getreide, Mais, Soja sowie Obst- und Gartenbaukulturen in den Bezirken Villach, Villach-Land und Feldkirchen betroffen. Es geht um 2.500 Hektar an landwirtschaftlichen Flächen.

Blitz setzte Gebäude im Burgenland in Brand

Ebenfalls das Unwetter, konkret ein Blitzschlag, hat fünf Feuerwehren im burgenländischen Bezirk Oberpullendorf in der Nacht auf Dienstag gefordert. Wie die Polizei berichtete, war gegen 1.30 Uhr ein Feuer in einem Wirtschaftsgebäude in Deutschkreutz ausgebrochen. Die Teams standen rund drei Stunden lang im Löscheinsatz.

Der 39-jährige Besitzer hatte die Flammen bemerkt und die Einsatzkräfte alarmiert. Bei deren Eintreffen stand der Dachstuhl des Gebäudes bereits in Vollbrand. Verschiedene landwirtschaftliche Maschinen sowie ein Traktor konnten unter Einsatz von schwerem Atemschutz in Sicherheit gebracht werden. Laut Einsatzleiter Jürgen Glöckl waren 85 Feuerwehrleute mit 13 Fahrzeugen im Einsatz. Am Dachstuhl sei Totalschaden entstanden. (APA, 23.5.2017)

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