Das beste Stück ... nachgefragt bei Katharina Grosse

    Kolumne26. Juni 2017, 10:47
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    Michael Hausenblas fragt die Künstlerin, warum es ihr kleine Nägel angetan haben

    "Was da zwischen meinem Daumen und meinem Zeigefinger zu sehen ist, wird Push-Pin genannt, eine Art Nagel mit dickem Kopf. Man kennt sie von Pinnwänden, auf denen sie zur Befestigung von Zetteln, Fotos etc. dienen.

    Meine Push-Pins stammen aus den USA, sind aus Aluminium und Edelstahl und viel härter im Nehmen als die bei uns in Europa erhältlichen. Auf meine kann man sogar mit dem Hammer draufhauen. Mit ihnen kommt man einfach in jede Wand. Ich besitze Tausende dieser Pins, ganze Kübel könnte ich damit befüllen. Ich benötige sie zum Festmachen von Leinwänden und Schablonen an Wänden.

    So ein Push-Pin ist auf der einen Seite sehr funktional, auf der anderen Seite wird er zu einer Art kleinstem Gemälde der Welt, da er nach seiner Verwendung mit allerlei Farbschichten überzogen ist. Man könnte durchaus sagen, dass ich eine Beziehung zu ihnen habe. Manchmal verschenke ich auch so eine bemalte Miniskulptur." (Michael Hausenblas, RONDO, 26.6.2017)

    • Katharina Grosse: "Meine Push-Pins stammen aus den USA, sind aus Aluminium und Edelstahl und viel härter im Nehmen als die bei uns in Europa erhältlichen."
      foto: nathan murrell

      Katharina Grosse: "Meine Push-Pins stammen aus den USA, sind aus Aluminium und Edelstahl und viel härter im Nehmen als die bei uns in Europa erhältlichen."

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