Felipe kann sich "Solidaritätskandidatur" vorstellen

22. Mai 2017, 13:15
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Designierte Grüne Bundessprecherin könnte "Symbolisch weit weg von den wählbaren Plätzen" kandidieren

Innsbruck/Wien – Die designierte Bundessprecherin Ingrid Felipe kann sich eine "Solidaritätskandidatur" auf der Nationalratswahlliste vorstellen. "Symbolisch weit weg von den wählbaren Plätzen", um Unterstützung für die Liste zu signalisieren, sagte sie auf Anfrage der APA am Montag.

Für Tirol ändere das aber nichts, so die Landeshauptmannstellvertreterin: "Ich werde als Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl antreten und möchte die Grünen in eine zweite schwarz-grüne Reformkoalition führen. Zumindest für fünf weitere Jahre."

Sollte Felipe nach der Wahl ihre Meinung ändern und doch ins Parlament in Wien wechseln wollen, wäre das nicht unmöglich, aber schwierig: Sämtliche vor ihr gereihten Anwärter auf ein Mandat müssten dann für sie verzichten.

Die Wiener Grünen stellen in knapp drei Wochen die Weichen für die vorgezogene Nationalratswahl am 15. Oktober. Konkret fixiert die Stadtregierungspartei am 10. Juni ihre Kandidatenliste für die Bundeswahl. Ob Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek auf Platz 1 der Landesliste stehen wird oder lediglich an der Spitze der Bundesliste, sei aber noch offen, hieß es am Montag aus der Wiener Partei.

Wiener Grüne fixieren Liste

Die bisherige Grünen-Chefin Eva Glawischnig hatte jedenfalls stets zusätzlich auf der Wiener Liste kandidiert und auch über diesen Weg ihr Nationalratsmandat besetzt. Lunacek war zuletzt bei der Nationalratswahl 2008 angetreten, damals auf Platz 3 in Wien.

Wer diesmal auf welchem Platz antritt, wisse man erst mit Anfang kommender Woche, sagte eine Parteisprecherin am Montag. Denn bis Sonntag laufe noch die Frist für die Kandidaturen. Vergeben werden die Plätze eins bis zwölf. Je nach Erfolg der Grünen in der Bundeshauptstadt werden dann mehr oder weniger Kandidaten von der Wiener Liste in den Nationalrat entsendet.

Gewählt wird die Grüne Liste des Landeswahlkreises Wien für die Nationalratswahl im Zuge einer Landesversammlung. Das Treffen war schon länger anberaumt gewesen, war aber eher als routinemäßige Sitzung ohne wesentliche Entscheidungen geplant gewesen. Die innenpolitischen Entwicklungen der vergangenen Wochen hat diesem Plan allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. (APA, 22.5.2017)

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