Pedro Sanchez feiert Comeback als Chef der spanischen Sozialisten

21. Mai 2017, 22:54
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Basis ermöglicht Revanche an Parteiestablishment

Madrid – Knapp acht Monate nach seinem unrühmlichen Rücktritt als Generalsekretär der spanischen Sozialisten (PSOE) ist Pedro Sanchez ein unerwartetes Comeback gelungen. Der 45 Jahre alte Hochschullehrer wurde am Sonntag erneut zum Chef der stärksten Oppositionspartei des Landes gewählt. Zur Wahl waren die gut 187.000 eingetragenen Parteimitglieder aufgerufen.

Nach Auszählung von mehr als 90 Prozent aller abgegebenen Stimmen kam Sanchez auf rund 50 Prozent, wie die Partei am späten Sonntagabend mitteilte. Mit rund 40 Prozent hatte die Favoritin Susana Diaz keine Chance mehr. Die Regierungschefin der Region Andalusien war unter anderem von den früheren sozialistischen Ministerpräsidenten Felipe Gonzalez und Jose Luis Zapatero unterstützt worden.

"Blockade"

Sanchez war am 1. Oktober 2016 nach gut zwei Jahren als PSOE-Chef zurückgetreten, nachdem er sich monatelang geweigert hatte, in einer politischen Pattsituation eine neue Amtszeit des konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy zu tolerieren. Wegen dieser umstrittenen "Blockade" und auch aufgrund mehrerer Wahlschlappen war er auch intern immer mehr in die Kritik geraten.

Mit dem Spitzenkandidat Sanchez hatte die PSOE bei der Parlamentswahl im Dezember 2015 und bei der Neuwahl im Juni 2016 die schlechtesten Ergebnisse der Parteigeschichte erzielt. Im Vergleich zur Parlamentswahl des Jahres 2011 verlor die PSOE rund 1,5 Millionen Stimmen. Dabei hatte man 2011 bereits 4,3 Millionen weniger Stimmen als bei der Wahl von 2008 registriert. (APA, 21.5.2017)

  • Pedro Sanchez ist ein unerwartetes Comeback gelungen.
    foto: reuters/perez

    Pedro Sanchez ist ein unerwartetes Comeback gelungen.

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