Rapid gegen Sturm mit neuer Offensivkraft

21. Mai 2017, 13:37
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Djuricin baut auf Heimstärke unter ihm – Schaub wieder "so gut wie bei hundert Prozent" -Sturm will Europa-Ticket fixieren

Wien – Fußball-Bundesligist Rapid Wien ist nur noch einen Schritt vom Klassenerhalt entfernt. Mit einem Heimsieg gegen den SK Sturm Graz am Sonntag (16.30 Uhr) hätte man das durch die sportliche Krise notwendig gewordene Saisonziel so gut wie fix in der Tasche. Er hoffe, "dass wir einen Haken unter die Meisterschaft setzen können", sagte Sport-Geschäftsführer Fredy Bickel am Donnerstag.

Unter der Hauptverantwortung von Trainer Goran Djuricin hat Rapid bis auf das Derby gegen die Austria alle seine Heimspiele gewonnen. Zwei Erfolge in der Meisterschaft und der dramatische 2:1-Sieg im Cup-Semifinale gegen den LASK seien die Indizien für die wiedergekehrte Heimstärke. "Wir treten offensiv auf, voller Selbstvertrauen zu Hause. Das erwarte ich mir jetzt auch am Sonntag", sagte der Wiener bei einer Pressekonferenz. "Die Jungs wollen unbedingt gewinnen", betonte er.

Gutes Comeback

Mit 40 Punkten, die man im Falle des ersten Saisonsieges gegen den Tabellendritten aus Graz hätte, sollte das Abstiegsgespenst endgültig aus Hütteldorf vertrieben sein. Die SV Ried, die vor der 34. Runde die Rote Laterne trägt, hat 31 Punkte auf dem Konto, Rapid als Sechster sechs Punkte mehr. Steht dieser Vorsprung auch am Sonntagabend, ist der Rekordmeister vor den dann noch ausständigen zwei Partien praktisch gerettet, zumal das Rieder Torverhältnis aktuell mit 24 Treffern im Minus, jenes von Rapid mit sechs hingegen knapp positiv ist.

Besonders freute sich Djuricin mit Louis Schaub, der seine muskulären Probleme hinter sich gelassen hat und wieder "so gut wie bei hundert Prozent" ist, wie der Kreativspieler selbst zu Protokoll gab. Bei der 0:1-Niederlage in Salzburg am vergangenen Samstag war Schaub in der 59. Minute eingewechselt worden.

Für Franco Foda ist der Kader der Grün-Weißen qualitativ sehr gut bestückt, daher erwartet der Sturm-Graz-Trainer auch ein "sehr intensives Match in Wien", bei dem die Zweikämpfe eine entscheidende Rolle spielen werden. "Wir müssen in den letzten drei Spielen noch einmal alles raushauen, um unter die Top Drei zu kommen, und wir wissen, dass noch nichts entschieden ist", sagte Foda. (APA, red, 21.5.2017)

Bundesliga-Heuler am Sonntag

SK Rapid Wien – SK Sturm Graz (Wien, Allianz Stadion, 16.30 Uhr, SR Heiß/live Sky und ORF eins). Bisherige Saisonergebnisse: 1:1 (a), 1:2 (h), 1:2 (a)

Rapid: Knoflach – Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Auer – Schaub, Szanto, Schwab, Murg – Joelinton, Kvilitaia

Ersatz: Strebinger – Schösswendter, Schrammel, P. Malicsek, S. Hofmann, Traustason, Jelic

Es fehlen: M. Hofmann (Knöchelverletzung), Mocinic, Schobesberger, Dibon (alle im Aufbautraining)

Sturm: Gratzei – Koch, Maresic, Schulz, Lykogiannis – Jeggo, Piesinger – Hierländer, Atik, Schmerböck – Zulechner

Ersatz: Lück – Potzmannn, Spendlhofer, Ovenstad, Stankovic, Horvath, Chabbi

Fraglich: Spendlhofer, Alar (beide Trainingsrückstand)

Es fehlen: Huspek (Achillessehnenprobleme), Dobras (Rücken), Kienast (Knie), Gruber (Zehe), Skrivanek (muskuläre Probleme), Schoissengeyr (rekonvaleszent)

  • Sturm will gegen Rapid Platz drei fixieren.
    foto: apa/scheriau

    Sturm will gegen Rapid Platz drei fixieren.

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