Ried verspielt Sieg gegen St. Pölten

20. Mai 2017, 18:19
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Das Tabellenschlusslicht muss sich gegen den Aufsteiger mit einem 1:1 begnügen und vergibt wichtige Punkte im Abstiegskampf

Ried schwebt weiter in höchster Abstiegsgefahr. Weil die Oberösterreicher am Samstag im Kellerderby gegen St. Pölten nicht über ein Heim-1:1-(1:0) hinauskamen, geht die Truppe von Trainer Lassaad Chabbi zumindest mit drei Punkten Rückstand auf Platz neun in die verbleibenden zwei Runden. St. Pölten ist zwar noch nicht gerettet, machte im Kampf um den Klassenerhalt aber einen wichtigen Schritt.

Ried war vor der Saisonrekordkulisse von 6.557 Zuschauern durch Thomas Reifeltshammer verdient in Führung gegangen (21.), Marco Perchtold (76.) hatte aber ebenso verdient einen Punkt für die Gäste gesichert. (APA, 20.5.2017)

Fußball-Bundesliga, 34. Runde:
SV Ried – SKN St. Pölten 1:1 (1:0). Ried, Keine-Sorgen-Arena, 6.557, SR Lechner.

Torfolge:
1:0 (21.) Reifeltshammer
1:1 (76.) Perchtold

Ried: Gebauer – Reifeltshammer, Trauner, Özdemir – Hartl, Ziegl (83. Fröschl), Zulj (74. Walch), Marcos – Nutz (60. Brandner) – Elsneg, Ademi

St. Pölten: Riegler – Stec, Huber, Petrovic, Pirvulescu (26. Mehremic) – Ambichl, Perchtold, Martic, Korkmaz (68. Thürauer) – Hartl, Luckassen (46. Doumbouya)

Gelbe Karten: Reifeltshammer, Brandner bzw. Martic, Huber, Korkmaz

Lassaad Chabbi (Trainer Ried): "Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte kontrolliert. Mit der zweiten Hälfte bin ich nicht zufrieden. Wir haben die Chance zum 2:0 nicht genützt und sind beim 1:1 nicht gut gestanden." Der Grund für den Rückfall? "Angst, das ständige Müssen. Es ist nicht leicht, wenn man jeden Tag unter diesem Druck steht. Wir sind die letzten fünf Spiele zuhause ungeschlagen und im letzten Quartal Fünfter in der Tabelle. Wenn man das immer macht, kommt man gar nicht in diese Situation."

Jochen Fallmann (Trainer St. Pölten): "Meine Mannschaft ist sehr schwerfällig ins Spiel gekommen. Wir hatten Probleme mit dem 3-5-2 des Gegners. Wir haben keinen Zugriff aufs Spiel bekommen, waren aber aus Standards gefährlich. Wir haben ein dummes Gegentor bekommen, als die Situation eigentlich schon geklärt war. In der zweiten Hälfte haben wir einiges korrigiert, waren griffiger im Spiel. Wir hatten etwas Glück bei der Chance von Elsneg, haben aber dann verdient den Ausgleich gemacht. Wir haben gegen den WAC die Chance, den Sack zuzumachen. Das werden wir am Donnerstag auch tun."

  • Ried muss weiter zittern.
    foto: apa/expa/reinhard eisenbauer

    Ried muss weiter zittern.

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