Mord und Totschlag in Berlin: vier Fälle in einer Woche

20. Mai 2017, 12:29
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Polizeisprecher: "So viele Delikte in so kurzer Zeit, das kommt nicht aller Tage vor"

Berlin – Innerhalb einer Woche ist es in Berlin zu vier Tötungsverbrechen gekommen. Drei der Täter seien noch auf der Flucht, teilte die Polizei am Freitag mit. Gegen einen gefassten 26-jährigen Verdächtigen wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen. "So viele Delikte in so kurzer Zeit, das kommt nicht aller Tage vor", sagte ein Polizeisprecher.

Der 26-Jährige gestand laut Polizei, eine 19-jährige Bekannte im Stadtbezirk Reinickendorf erstochen zu haben. Die Leiche war in der Nacht zum Donnerstag in einer Grünanlage im Ortsteil Waidmannslust entdeckt worden. Dem Verdächtigen werde ein Sexualmord zur Last gelegt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Mann soll laut Ermittlungen die Frau aus Angst vor Entdeckung getötet haben.

Suche mit Hochdruck

Nach einem weiteren tödlichen Gewaltverbrechen im selben Bezirk wurde mit Hochdruck nach einem 32-Jährigen gesucht. Er könnte bewaffnet und gefährlich sein, so Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner. Das Opfer ist eine 35-Jährige, die im Ortsteil Heiligensee ebenfalls am Donnerstag entdeckt worden war. Die Ermittler vermuten eine Beziehungstat.

Zu einer Attacke zweier maskierter Männer gegen einen 43-Jährigen in Neukölln sind bei der Polizei sechs Hinweise eingegangen. Jeder werde sorgfältig geprüft, hieß es bei der Polizei. Die Maskierten hatten ihr Opfer am Mittwoch vor einem Mehrfamilienhaus mit einem Baseballschläger so heftig attackiert und getreten, dass der Mann noch am Tatort starb. Nach Medienberichten soll es ein Verbrechen im Milieu krimineller arabischer Großfamilien sein.

Zu einem erstochenen Italiener, der am vergangenen Sonntag im Volkspark Friedrichshain gefunden wurde, bekam die Polizei bis Freitag 13 Hinweise aus der Bevölkerung. Laut Staatsanwaltschaft gibt es einen Verdächtigen, der aber noch nicht gefasst ist. (APA, 20.5.2017)

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