Cholera im Jemen trifft Kinder besonders hart

19. Mai 2017, 11:53
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Mehr als 200 Tote und 17.000 Verdachtsfälle im Bürgerkriegsland

Berlin – Der Cholera-Ausbruch im Bürgerkriegsland Jemen trifft nach Angaben von Helfern mangelernährte Kinder besonders hart. "Ihre geschwächten Körper haben der Infektion nichts entgegenzusetzen", warnte die Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger am Freitag in Berlin. In weniger als einem Monat seien im Jemen mehr als 200 Menschen an Cholera gestorben. Zudem gebe es 17.000 Verdachtsfälle.

Aktion gegen den Hunger warnte vor einer "humanitären Katastrophe". Der Jemen werde nicht in der Lage sein, mit diesem weiteren Schock umzugehen. "Das sanitäre System liegt ohnehin schon am Boden."

Die Epidemie war im Oktober 2016 ausgebrochen, weil es an sauberem Trinkwasser mangelt. In dem Land im Süden der Arabischen Halbinsel tobt seit 2014 ein Bürgerkrieg. Huthi-Rebellen kontrollieren große Teile des Jemens, darunter die Hauptstadt Sanaa. Dort haben die Behörden wegen des Cholera-Ausbruchs den Notstand ausgerufen. (APA, 19.5.2017)

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