T-Mobile-US-Finanzchef preist Vorteile einer Fusion mit Sprint

    19. Mai 2017, 09:36
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    Carter sieht erhebliche Synergieeffekte

    Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US sieht große Vorteile in einer möglichen Fusion mit dem US-Konkurrenten Sprint. T-Mobile-US-Finanzchef Braxton Carter sagte am Donnerstag auf einer Konferenz, dadurch würden erhebliche Synergieeffekte entstehen. Diese könnten sich Schätzungen zufolge mit der Zeit auf insgesamt mehr als 30 Mrd. Dollar (30 Mrd. Euro) belaufen.

    Partnerschaft mit Comcast und Charter Communications nicht ausgeschlossen

    "Es ist nicht die Frage, ob es zu Gesprächen kommen wird. Natürlich wird es dazu kommen – wie bereits sehr, sehr umfangreich in der Presse berichtet wird", ergänzte er. Zuletzt hatte die Finanznachrichtenagentur "Bloomberg" gemeldet, dass der japanische Sprint-Mutterkonzern Softbank informelle Kontakte zur Telekom aufgenommen habe.

    Carter schloss nicht aus, dass T-Mobile US und Sprint sich mit den Kabelanbietern Comcast und Charter Communications zusammentun könnten. "Aus Aktionärssicht könnte dies sehr, sehr spannend sein", sagte er.

    In der US-Telekombranche waren Übernahmegespräche in den vergangenen zwölf Monaten wegen einer Frequenzauktion untersagt. Seit April gilt das Verbot nicht mehr. Unsicherheitsfaktoren bei etwaigen Fusionsverhandlungen sind die Politik und die Kartellwächter. An deren Widerstand war im Sommer 2014 Sprints Vorstoß gescheitert, die Mehrheit an T-Mobile US zu kaufen. (Reuters/APA, 19.5.2017)

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