Mitarbeiter des Roten Kreuz sollen Daten von Kollegen gehackt haben

19. Mai 2017, 09:29
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Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei ehemalige ehrenamtliche Mitarbeiter in Bludenz

Drei Mitarbeiter des Roten Kreuz in Vorarlberg sollen sich unerlaubt Zugang auf ein Computersystem der Organisation verschafft haben. Darunter befindet sich auch der Rettungskommandant in Bludenz. Nachdem sie bereits Anfang Mai von der ehrenamtlichen Tätigkeit ausgeschlossen wurden, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.

Zugriff schnell aufgeflogen

Die drei Männer sollen einem Bericht der "Vorarlberger Nachrichten" zufolge E-Mail-Adressen und Passwörter von Rotkreuz-Mitarbeiter abgegriffen haben. Geschäftsführer Roland Gozzi spricht von einer "Nachtaktion", bei der sich die Beschuldigten mit der Zugangsberechtigung eines der Männer und "dem Einsatz von implementierter Software" Zugang auf einen Server verschafft hätten. Danach seien noch zwei weitere Zugriffsversuche über ein anonymes Administratoren-Profil erfolgt.

Die unerlaubten Tätigkeiten seien zwar rasch aufgeflogen, die IT-Verantwortlichen mussten den Server jedoch neu aufsetzen, alle Passwörter mussten geändert werden. Dass die Männer auch Zugang zu Patienten- oder Spenderdaten hatten, wird ausgeschlossen. Das Rote Kreuz will seine Systeme zur Sicherheit durch einen externen Dienstleister prüfen lassen. Zum Motiv der drei Personen war zunächst nichts bekannt. (red, 19.5.2017)

  • Drei ehemaligen Mitarbeitern des Roten Kreuz in Vorarlberg wird vorgeworfen, sich unerlaubt Zugriff auf das Computersystem verschafft zu haben.
    foto: apa/barbara gindl

    Drei ehemaligen Mitarbeitern des Roten Kreuz in Vorarlberg wird vorgeworfen, sich unerlaubt Zugriff auf das Computersystem verschafft zu haben.

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