US-Telekomaufsicht beginnt mit Abbau der Netzneutralität

19. Mai 2017, 08:17
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Onlinedienste fürchten stärker zur Kasse gebeten zu werden

Die US-Telekomaufsicht FCC hat mit der Demontage der unter Präsident Barack Obama beschlossenen strikten Regeln zur Netzneutralität begonnen. Am Donnerstag machte die Behörde in Washington mit einem vorläufigen Votum den Weg frei für Pläne des neuen FCC-Chefs Ajit Pai, wonach den Betreibern von Telekomnetzen weniger Vorgaben gemacht werden sollen.

Strikter Kurs

In der Amtszeit von Obama hatte die Behörde einen strikten Kurs der Netzneutralität gefahren, diese Regelungen will Pai nun zum Teil ersetzen und abschwächen. Bisher ist es Netzanbietern wie AT&T, Verizon oder Comcast untersagt, bestimmten Datenverkehr zu blocken oder zu verlangsamen, um anderen Inhalten Vorrang im Netz zu geben. Anbieter von Internet-Zugängen wurden von der vorherigen FCC mit Versorgern gleichgestellt – was Pai schon damals scharf kritisierte.

Google, Facebook, Amazon und Netflix sollen zahlen

Online-Dienste wie Google, Facebook, Amazon und Netflix fürchten, dass sie nun stärker zur Kasse gebeten werden könnten. Der Republikaner Pai war nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump zum FCC-Chef ernannt worden und will die Zügel für die Telekomindustrie lockern. (APA, 19.5. 2017)

  • Demo für die Netzneutralität in Wien.
    foto: sum

    Demo für die Netzneutralität in Wien.

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