Verteidigungsministerin: "Neue Fehlerkultur" bei Bundeswehr

18. Mai 2017, 06:22
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Von der Leyen will bei sich selbst beginnen

Berlin – Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen fordert eine "neue Fehlerkultur" bei der Bundeswehr ein. "Wir werden alle Ebenen fragen: Was hindert Euch eigentlich daran, gute Führung auszuüben?", sagte von der Leyen am Mittwoch im "Heute-Journal" des ZDF.

Niemand solle bei einem offenen Umgang mit Fehlern berufliche Nachteile fürchten müssen. Auch sie habe sich "zu wenig um die innere Verfasstheit und Weiterentwicklung" der Soldaten gekümmert, räumte die Ministerin ein. Mit dieser neuen Fehlerkultur wolle sie bei sich selbst beginnen, sagte von der Leyen und entschuldigte sich erneut dafür, dass sie der Bundeswehr im Zusammenhang mit der Affäre um rechtsextreme Tendenzen in der Truppe pauschal Führungsversagen vorgeworfen habe.

Der Ende April festgenommene Franco A. hatte sich monatelang als syrischer Flüchtling ausgegeben und offenbar mit Komplizen einen rechtsradikal motivierten Anschlag geplant. (APA, 18.5.2017)

  • Ursula von der Leyen, Verteidigungsministerin.
    foto: apa/afp/kappeler

    Ursula von der Leyen, Verteidigungsministerin.

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