Uneinigkeit um Tirols Olympia-Bewerbung

    17. Mai 2017, 16:22
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    Land will Garantie für Ausfallshaftung vom Bund, Ministerium will Machbarkeitsstudie und Volksbefragung abwarten

    Innsbruck – Für eine mögliche Durchführung von Olympischen Winterspielen 2026 in Tirol benötigt es eine Ausfallshaftung des Bundes gegenüber dem Internationalen Olympischen Komitee. Diese habe der Bund jedoch noch nicht beschlossen, berichtete die "Tiroler Tageszeitung" (Mittwochausgabe). Der zuständige LHStv. Josef Geisler (ÖVP) will eine entsprechende Zusicherung des Bundes noch vor dem Sommer.

    Derzeit gebe es lediglich lose Erklärungen der Bundesregierung. "Ohne Ausfallshaftung ist eine Bewerbung bzw. eine Volksbefragung sinnlos", erklärte Geisler gegenüber der "TT" und meinte weiter: "Wie sollten wir ohne diese Garantie eine Volksbefragung durchführen?" Als Richtmarkte für die Ausfallshaftung würden mehrere hundert Millionen Euro gelten.

    Bezüglich einer Zusicherung für eine Ausfallshaftung will das zuständige Ministerium erst das Ergebnis der Machbarkeitsstudie und die Volksbefragung abwarten. Dies sei so auch mit LH Günther Platter und dem zuständigen LHStv. Josef Geisler (beide ÖVP) abgesprochen gewesen, teilte das Ministerium auf APA-Anfrage mit.

    Derzeit sei die Ausfallshaftung jedenfalls kein Thema, sagte ein Sprecher des Sportministers Hans Peter Doskozil (SPÖ) am Mittwoch. Erst wenn es eine klare Entscheidung gebe, ob Tirol sich bewerben wolle, werde man darüber sprechen. Ohne genaue Zahlen zu kennen, habe es auch wenig Sinn, bereits jetzt eine Garantie abzugeben, hieß es. Man wolle jedenfalls diese Reihenfolge – also erst Machbarkeitsstudie, dann Volksbefragung und dann erst Ausfallshaftung – einhalten. (APA, 17.5.2017)

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