Drei Moderate und drei Konservative im iranischen Wahlkampf

Ansichtssache19. Mai 2017, 06:09
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Sechs Kandidaten hat der Wächterrat zu den Wahlen zugelassen.

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Vor wenigen Monaten schien Amtsinhaber Hassan Rohani (68) noch unschlagbar. Der bei der Jugend beliebte Mullah hat zwar noch immer eine große Anhängerschaft, viele Wähler sind jedoch enttäuscht.

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Sein einziger echter – und starker – Herausforderer ist Ebrahim Raisi (56). Der Chef der mächtigen Razavi-Stiftung wird sogar als möglicher Nachfolger von Religionsführer Ali Khamenei genannt. Eine Stichwahl mit ihm müsste Rohani fürchten.

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Zum dritten Mal ließ sich der Teheraner Oberbürgermeister Mohammed Bagher Ghalibaf (55) aufstellen. Mit seiner Kandidatur stellte er sich zuerst dem Konsens der Konservativen, alles auf Raisi zu setzen, entgegen – gab aber zu Wochenbeginn auf, um Raisi zu unterstützen.

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Auch die Stimmen für Mostafa Agha Mirsalim (69), dem gestrengen Minister für Kultur und Islamische Führung unter Präsident Ali Akbar Hashemi Rafsanjani, würden letztlich dem Raisi-Lager zugutekommen.

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Aber auch Rohani hat zwei ideologische Nebenkandidaten, die eigentlich für ihn laufen: Eshaq Jahangiri (69), Rohanis Vizepräsident, der wie dieser das Atomabkommen verteidigt, zog sich am Dienstag aus dem Rennen zurück.

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Das wurde auch von Mostafa Hashemi-Taba (70) erwartet, der Expräsident Mohammed Khatami nachsteht, der eine Wahlempfehlung für Rohani abgab. (guha, 19.5.2017)

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