NSA-Hacker hinter "Wanna Cry"-Lücke kündigen neue Enthüllungen an

16. Mai 2017, 13:48
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Das "Shadow Brokers"-Kollektiv, das geheime NSA-Waffen hat, will künftig monatlich neue Lücken verraten

Nach dem massiven Cyberangriff durch den "Wanna Cry"-Wurm haben sich die Shadow Brokers zurückgemeldet. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Hackern, die geheime Angriffswaffen der NSA entwendet hatten. Darunter befand sich auch jene Lücke, die nun für "Wanna Cry" genutzt wird. Die Shadow Brokers gaben an, dass Microsoft Sicherheitsupdates, die gegen "Wanna Cry" schützten, wegen eines Screenshots des Hackerkollektivs ausgespielt hatte. Das Kollektiv warf dem Konzern – der die NSA heftig kritisiert hat – vor, in Wahrheit mit US-Geheimdiensten unter einer Decke zu stecken.

Enttäuscht über ausbleibende Einkäufe

Auch sonst strotzt der in bizarrer Sprache verfasste Blogeintrag vor wilden Behauptungen. Die Shadow Brokers zeigten sich etwa enttäuscht, dass ihnen weder Geheimdienste noch betroffene Firmen geheime Sicherheitslücken aus dem NSA-Diebstahl abkaufen wollten. Deshalb werden die Shadow Brokers nun einen Club einführen, dessen Mitglieder monatlich eine neue Lücke erhalten werden.

Drohung mit Windows-10-Exploits

Dabei könnte es sich laut der Gruppe um Exploits für "Web Browser, Router und Handsets" sowie Lücken bei Windows 10 handeln. Außerdem behauptet Shadow Brokers, Daten von Mitgliedern des Bankensystems Swift und russischen, koreanischen, iranischen und chinesischen Atomprogrammen zu besitzen.

Authentisch

Wie "Bleepingcomputer" richtig anführt, haben die Shadow Brokers bislang stets Dinge tatsächlich veröffentlicht, die sie zuvor angekündigt hatten. Die NSA-Angriffswaffen wurden von Experten auch als authentisch beurteilt. Noch immer ist unklar, wer hinter "Shadow Brokers" steckt. Nicht eindeutig ist auch, ob Shadow Brokers tatsächlich die NSA gehackt oder Informationen von einem Insider erhalten hat. (fsc, 16.5.2017)

  • Die NSA zittert wohl vor weiteren Enthüllungen der Shadow Brokers
    foto: ap/semansky

    Die NSA zittert wohl vor weiteren Enthüllungen der Shadow Brokers

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