Cyber-Angriffe nehmen zu

16. Mai 2017, 13:45
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Staatliche Behörden und Verwaltungseinrichtungen zunehmend im Visier

Cyberattacken nehmen weltweit zu, aber auch die Ziele der Hacker verändern sich: Der Anteil der Angriffe auf staatliche Behörden und Verwaltungseinrichtungen hat sich 2016 mit 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Noch stärker, von drei auf 14 Prozent sind jene auf den Finanzsektor gestiegen, so der "Global Threat Intelligence Report 2017".

Das produzierende Gewerbe liegt laut der Untersuchung mit 13 Prozent auf dem dritten Platz, während die Einzelhandelsbranche, 2015 noch an der Spitze der Angriffsziele, auf den vierten Platz abgefallen ist (elf Prozent). Für den Report wurden von Dimension Data, NTT Security und weiteren Unternehmen der international tätigen NTT-Gruppe die IT-Netzwerke von 10.000 Kunden auf fünf Kontinenten erhoben. Ausgewertet wurden dabei 3,5 Billionen Sicherheitsprotokolle sowie 6,2 Milliarden Angriffsversuche, die mit Hilfe von "Ködersystemen" und in Versuchsumgebungen in über 100 Ländern gesammelt wurden.

Vertrauliche Informationen

Matthias Resatz, Director Solutions bei Dimension Data Austria: "Weltweit sind Regierungen einer ständigen Bedrohung durch komplexe Angriffe von rivalisierenden Nationalstaaten, terroristischen Gruppen, Hackern und Cyberkriminellen ausgesetzt." Regierungsbehörden würden in großem Umfang über vertrauliche Informationen verfügen – von Personalakten, Budgetdaten und vertraulicher Korrespondenz bis hin zu Erkenntnissen der Geheimdienste.

Hinsichtlich der Finanzdienstleistungs-Branche seien die fortlaufenden Angriffe nicht verwunderlich. "Diese Organisationen verfügen über große Mengen digitaler Informationen und sensibler Kundendaten. Cyberkriminelle versuchen verstärkt, darauf zuzugreifen, um personenbezogene Informationen und Kreditkartendaten zu Geld zu machen." (APA, 16.5. 2017)

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