Neuer Anlauf für Friedenslösung in Syrien startet in Genf

16. Mai 2017, 12:28
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Erwartungen an sechste Runde der Gespräche relativ niedrig

Genf – Das Ringen um eine Friedenslösung im Bürgerkriegsland Syrien geht in eine neue Runde. UNO-Vermittler Staffan de Mistura empfing am Dienstag in Genf Vertreter der Regierung und der zersplitterten Opposition. Nach fünf ergebnislosen Runden will er erneut – separat mit beiden Seiten – Chancen für eine Verständigung ausloten.

Die Aussichten sind schlecht: Syriens Präsident Bashar al-Assad sieht in den Genfer Gesprächen wenig mehr als ein Medienspektakel, wie er sagte. Das US-Außenministerium erhob gerade neue Vorwürfe, dass seine Regierung eigens ein Krematorium gebaut habe, um sich der Leichen von Tausenden getöteten Gefangenen zu entledigen. Das bestärkt die Opposition, auf der Absetzung von Assad zu bestehen. Bei den Gesprächen geht um eine Übergangsregierung, den Weg zu einer neuen Verfassung, freie Wahlen sowie Sicherheit und Terrorismus. Die Regierung will nur über den letzten Punkt reden.

Syrien steht auch auf der Tagesordnung, wenn US-Präsident Donald Trump in Washington den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan empfängt. Russland unterstützt die syrische Regierung. (APA, 16.5.2017)

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