Verletzte und Festnahmen bei Protesten gegen Regierung in Venezuela

15. Mai 2017, 23:01
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Polizist "ringt um sein Leben"

Caracas – Bei neuen Demonstrationen gegen die sozialistische Regierung in Venezuela sind mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Im Bundesstaat Carabobo feuerte ein Scharfschütze am Montag nach Angaben der Regierung auf zwei Polizisten. "Ein Beamter wurde durch einen Kopfschuss schwer verletzt", schrieb Gouverneur Francisco Ameliach auf Twitter.

"Er ist in einem kritischen Zustand und ringt um sein Leben", so Ameliach. Polizisten feuerten mit Tränengas und Gummigeschoßen auf Demonstranten. Dabei wurden sieben Menschen verletzt.

Auf der Insel Margarita wurden die oppositionelle Abgeordnete Yanet Fermin und zwölf weitere Demonstranten festgenommen. "Das ist ein Angriff auf die parlamentarische Immunität", sagte der Vizepräsident der Nationalversammlung, Freddy Guevara. In der Hauptstadt Caracas blockierten die Demonstranten zwei Hauptverkehrsstraßen.

Angesichts einer schweren Wirtschaftskrise gehen seit Wochen in dem ölreichen Staat Tausende Menschen gegen Präsident Nicolas Maduro und dessen aus ihrer Sicht autoritären Regierungsstil auf die Straßen. Bei Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften, Oppositionellen und Regierungsanhängern kamen bisher 39 Menschen ums Leben, rund 800 wurden verletzt. (APA, 15.5.2017)

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