"Spurensuche" beim 40. Internationalen Museumstag

15. Mai 2017, 16:54
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250 Institutionen beteiligen sich in Österreich am 21. Mai

Wien – Mut beweisen und sich politischen wie gesellschaftlichen Herausforderungen stellen: Was zunächst nicht unbedingt nach einer Aufgabenstellung für Museen klingt, steht heuer beim Internationalen Museumstag im Fokus. Weltweit beteiligen sich heuer rund 35.000 Häuser am Aktionstag, in Österreich sind es am 21. Mai knapp 250 Institutionen. Das Motto lautet "Spurensuche. Mut zur Verantwortung!".

"Museen stellen wichtige Bezüge zwischen unserer Gegenwart und unserer Vergangenheit her und setzen damit starke und notwendige gesellschaftliche Zeichen", unterstreicht Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums Wien und Präsidentin des Museumsrats ICOM Österreich, in einer Aussendung. "Sie regen zur tiefergehenden Auseinandersetzung und Diskussion an – eine Qualität, die in Zeiten der 'Fake News' oder 'Alternative Facts' gar nicht hoch genug geschätzt werden kann."

Der Großteil der Angebote findet am kommenden Wochenende statt: Am 20. und 21. Mai laden etwa rund 100 Museen und Sammlungen in Niederösterreich zum "Museumsfrühling", wobei neben Ausstellungseröffnungen auch Spezialführungen und Workshops am Programm stehen. Auch in Salzburg gibt es ein "Museumswochenende", an dem sich etwa 50 Häuser in Stadt und Land beteiligen. In Oberösterreich geht es hingegen schon seit vergangenem Samstag zur Sache: Hier widmet man dem Museumstag gleich eine ganze Woche und beteiligt sich mit etwa 80 Programmpunkten – darunter mit Tagen der offenen Tür, geführten Wanderungen oder Mundartlesungen.

In Wien sind beispielsweise die Albertina oder das 21er Haus mit von der Partie, in Vorarlberg lädt das Frauenmuseum Hittisau zur intensiveren Auseinandersetzung mit den Räumlichkeiten. Der Internationale Museumstag wird heuer zum bereits 40. Mal begangen. Eigentlich ist er am 18. Mai, in Österreich, Deutschland und der Schweiz wird aber meist der nächstgelegene Sonntag für die diversen Veranstaltungen genutzt. Veranstalter ist ICOM (International Council of Museums) sowie dessen Teilorganisationen. (APA, 15.5.2017)

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