Österreichische Firma baut Roboter zur Inspektion von Ölbohrinseln

    15. Mai 2017, 15:21
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    Für Ölfirma Total – Wettbewerb gewonnen – Autonomer Einsatz

    Die Wiener taurob GmbH wird für die Ölfirma Total Roboter zur autonomen Inspektion von Ölbohrinseln bauen. Der von taurob mit der TU Darmstadt entwickelte Roboter kann Instrumente und Ventilstellungen auslesen, Temperaturen und Gaskonzentrationen messen, abnormale Geräusche, Hindernisse und Menschen um sich herum erkennen und nasse Stiegen sicher befahren.

    Starkregen, extreme Temperaturen und hohe Windgeschwindigkeiten seien eingeplant. Auch sei das Gerät so gebaut, dass es austretende Gase nicht zur Explosion bringt. Mit einem Greifarm können aber auch einfache Handgriffe erledigt werden, die jetzt noch von Menschen gemacht werden müssen. "Das ultimative Ziel ist es, weniger Leute auf den Plattformen zu haben", sagte taurob-Gründer Lukas Silberbauer im Gespräch. Damit könne man das Sicherheitsrisiko verringern, vor allem im Notfall.

    Aufgaben können autonom erledigt werden

    Der Roboter sollte im Normalbetrieb seine Aufgaben autonom erledigen, allerdings ist eine Steuerung über Satellit jederzeit möglich. Wenn es zu einem Unfall kommen sollte und eine Plattform evakuiert werden muss, dann soll der Roboter vor Ort bleiben und Informationen liefern – er könnte aber auch ein Ventil schließen oder ähnliche Handgriffe erledigen.

    Die 2010 von Silberbauer und Matthias Biegl gegründete taurob hat einen dreijährigen Wettbewerb von Total gewonnen, zunächst geht es um Messdaten. Dafür sollte "im Idealfall" ein Roboter pro Plattform reichen. Aber eine Ausweitung auf weitere Tätigkeiten sei auch für Total interessant, sagt Silberbauer. Dann könnten künftig auch mehrere Roboter eine Ölplattform bevölkern.

    10 bis 20 Roboter für Feuerwehr, Polizei oder Militär

    taurob baut in Wien pro Jahr 10 bis 20 Roboter für Feuerwehr, Polizei oder Militär. Da Total 1.000 Plattformen betreibt, die ab 2020 bestückt werden, rechnet Silberbauer mit größeren Auftragszahlen. taurob werde sich wohl Fertigungspartner suchen, bisher gebe es nur zwei Prototypen. Ein Gerät – 90 Kilo schwer – koste "ein paar hunderttausend Euro", wobei taurob zunächst eine exklusive Partnerschaft mit Total hat. Die Hardware stammt zur Gänze von taurob, die Software teilweise von der Technischen Universität Darmstadt. (APA, 15.5. 2017)

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    Taurob

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