Seat Leon Fast Lane: Auf die schnelle Spur gebracht

17. Mai 2017, 09:00
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14 Tage von Bestellung bis Lieferung: Österreich ist Austragungsland für Seats Pilotprojekt "Fast Lane"

Wien – Fast Lane. Vielflieger kennen das – quasi eine Überholspur bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen. Nun gibt es so etwas auch als Pilotprojekt bei Seat, als Austragungsort ward Österreich erkoren, als Mustermodell der Fünftürer-Leon, der gerade frisch von der Modellpflege eingetroffen ist.

foto: andreas stockinger

Seit Jahresanfang läuft das Projekt, bei dem zwischen Bestellung und Auslieferung nur zwei Wochen vergehen sollen, Seat hat den Leon also richtiggehend auf die schnelle Spur gebracht. Um das produktionsseitig gewährleisten zu können, wurde dafür die Auswahl etwas eingeschränkt, als Basis dienen die Ausstattungsversionen Style (gibt's mit 1,2 TSI und 86 PS) und FR (mit 1,4 TSI und 125 PS). Damit decke man beim Fünftürer-Leon rund die Hälfte des österreichischen Absatzvolumens ab, kommentiert der Importeur. Und die Serienausstattung darf als reichhaltig bezeichnet werden.

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Bisherige Erfahrung: 200 "Fast Lane"-Bestellungen sind eingegangen, alle Autos wurden in besagter 14-Tage-Frist ausgeliefert. Wartezeit ade.

foto: andreas stockinger

DER STANDARD hat den schnellspurigen Leon testhalber in der FR-Version ausgefasst, in der 125-PS-Version also, mit Sechs-Gang-Schaltung. Und abgesehen davon, dass das Vernetzungsthema auch im Seat-Golf massiv ausgebaut wird, und von nützlichen Details wie dem induktiven Handyladen ist uns noch die Maschine positiv aufgefallen. Klar, 125 PS deuten auf keinen Supersportler hin. Der Leon ist damit aber gerade ausreichend temperamentvoll, und mit 6,2 l Testverbrauch kamen wir einen halben Liter unterm Stadtnormwert zu liegen, der für den Realverbrauch meist als Messlatte gilt. Tadelloser Verbrauch für einen Benziner. Der 1,4er, der demnächst vom 1,5er abgelöst wird, ist immer noch eine feine Maschine.

foto: andreas stockinger

Angenehm auch die Fahrcharakteristik. Es fühlt sich alles wunderbar präzise an, Lenken, Federn, Abrollen. Ein auf die Klientel zugeschnittener Mix aus Straffheit und Komfort. Und auch bei der Materialauswahl und -anmutung leistet er sich keine Schwächen. Das dürfte er sich in der umkämpften Golf-Klasse auch nicht erlauben. (Andreas Stockinger, 17.5.2017)

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Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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