Ford Ka+: Ka Italiener mehr

    15. Mai 2017, 11:24
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    Ein deutscher Amerikaner aus Indien: Der "alte" Fiesta bekommt als Ka+ ein zweites Leben zugestanden

    Salzkammergut – Die Preisliste des Ford Ka+ ist überschaubar. Sie besteht im Grunde aus zwei Zeilen. Entweder man nimmt den Nackerten mit dem 70 PS starken 1,2-Liter-Benziner um 9450 Euro oder den gut Ausgestatteten mit dem 85 PS starken, 1,2 Liter großen Benziner um 11.450 Euro. Schnell erzählt ist dann auch noch die Ausstattung – Radio, Klimaanlage sind dann halt schon dabei.

    foto: ford
    Der Ford Ka+ basiert auf dem Fiesta der letzten Generation, ist aber geräumiger als der neue Fiesta. Er ist höher, bietet mehr Kopf- und Schulterfreiheit vorn, mehr Beinfreiheit hinten.

    Und passend überschaubar ist die Liste der Wunschausstattungen. Sitzheizung vorn: 160 Euro. Automatische Klimaanlage 350 Euro. Abgedunkelte Scheiben hinten: 150 Euro.

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    Der Ka+ ist eindeutig was für Leute, die aufs Geld schauen. Und die werden mit diesem Fahrzeug ausgesprochen gut bedient. Denn anders, als der Name vermuten lässt, ist die Basis des Ka+ nicht der Ka, der eigentlich ein Fiat war, sondern der Vorgänger-Fiesta.

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    Das heißt, man bekommt im Ka+ eine Lenkung, die mehr kann als nur leichtgängig sein, ein Fahrwerk, das diesem Begriff auch gerecht wird, und zudem eine Sitzposition, die wieder eines Ford würdig ist.

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    Im Ka+ ist wegen der neuen Plattform aber nicht nur mehr Platz als im Ka, er bietet auch mehr Raum, als man ihn im Fiesta findet. Dafür schaut der Ka+ aber auch ein wenig pummeliger aus. Wer es lieber sportlich statt praktisch mag, wird wieder beim neuen Fiesta bedient. Der Ka+, der spielt auf einer ganz anderen Klaviatur. Man will sich die Konkurrenz aus Fernost – Kia Rio und Hyundai i20 – ein wenig vom Leib halten und bietet in der Liga einen praktischen Kleinwagen zum Kampfpreis an.

    foto: ford

    Dafür muss man halt ein paar Abstriche machen. So gibt es weder Diesel – was eh noch wurscht warat – noch Turbo-Benziner zur Auswahl – was bei dem 1,0-Liter-Dreibein von Ford richtig schade ist. Die Liste der Assistenz- und Komfortsysteme ist überschaubar – das Pflichtprogramm aus ESP, ABS, Airbags, Isofix und Notbremslicht ist immer verbaut, Alarmanlage, Tempomat und etwa ein Parkpilotsystem gibt's optional, ein Navigationsgerät, einen Abstandstempomaten, eine City-Notbrems-Funktion oder gar ein Automatikgetriebe bietet Ford nicht an. Macht aber nichts, solange es nur eine Sitzheizung gibt. (Guido Gluschitsch, 15.5.2017)

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    Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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