IT-Experten: Cyberspionage gegen internationale Konzerne in Vietnam

    15. Mai 2017, 08:14
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    Außenministerium dementiert Vorwurf

    In Vietnam sind nach Angaben der IT-Sicherheitsfirma Fireeye internationale Konzerne Opfer systematischer Cyberspionage. Die angestrebten Informationen ließen darauf schließen, dass die Regierung involviert sei, sagte Fireeye-Experte Nick Carr der Nachrichtenagentur Reuters. "Alle Aktivitäten, die wir beobachtet haben, sind im Interesse des Landes Vietnam."

    Zu den Opfern zählten bekannte ausländische Unternehmen, ergänzte Carr. Darunter seien eine deutsche Industriefirma, die eine Fabrik in dem Land baue, ein chinesischer Hotelentwickler sowie das Büro einer weltweit tätigen Beratungsfirma mit Sitz in Großbritannien. Namen wollte der Fachmann nicht nennen.

    Regierung dementiert

    Mit dem am Freitag gestarteten weltweiten Hackerangriff auf Computersysteme habe der Fall in Vietnam nichts zu tun, sagte Carr. Fireeye will am Montag einen ausführlichen Bericht zu dem Thema vorlegen. Es ist das erste Mal, dass Vietnam mit staatlich motivierter Cyberspionage in Verbindung gebracht wird. Eine Sprecherin des Außenministeriums wies den Vorwurf einer Verwicklung der Regierung zurück. Der in Vietnam tätigen Hackergruppe haben die Fireeye-Experten den Namen APT32 gegeben. Sie soll auch in die Computer von vietnamesischen Dissidenten und Journalisten eingedrungen sein. (APA, 16.5.2017)

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