Stuttgart und Hannover praktisch aufgestiegen

14. Mai 2017, 17:55
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Nach einem 0:6-Offenbarungseid von Braunschweig ist die Aufstiegsfrage wohl geklärt

Hannover – Die zwei Fixaufsteiger in die deutsche Bundesliga stehen nach dem 33. Spieltag der zweiten Liga praktisch fest. Hannover 96 und der VfB Stuttgart dürfen nach dem 1:0 der Hannoveraner im direkten Duell künftig mit der obersten Spielklasse planen.

Das ist in erster Linie dem 0:6-Debakel von Eintracht Braunschweig bei Arminia Bielefeld geschuldet. Den Niedersachsen ist zwar zumindest der Relegationsplatz sicher, der Rückstand auf Tabellenführer Stuttgart und Hannover beträgt nun aber drei Punkte bei einer zehn beziehungsweise sechs Tore schlechteren Tordifferenz.

Pogatetz bei Union verabschiedet

Union Berlin konnte den Braunschweiger Schnitzer nicht nutzen, verlor selbst gegen Heidenheim 1:0 und ist damit auf dem vierten Rang einzementiert. Für Robert Zulj gab es ein Erfolgserlebnis, er köpfelte das Tor zu Fürths 1:0-Führung bei St. Pauli, die Lasse Sobiech in der 70. Minute ausglich.

45 Minuten vor der Partie in Berlin wurde Emanuel Pogatetz als einer von sieben Union-Spielern offiziell verabschiedet. Der Vertrag des Steirers läuft mit Saisonende aus. Der 34-Jährige war im Jänner 2016 zum Team gestoßen, in dieser Saison kam er über vier Einsätze nicht hinaus. Die Karriere dürfte aber nicht zu Ende sein, laut "Berliner Kurier" möchte der ehemalige Teamspieler noch "ein, zwei Jahre" aktiv bleiben.

Abstiegskampf als Thriller

Hochspannung bis zum letzten Spieltag herrscht noch im Tabellenkeller, wo bisher lediglich der Karlsruher SC als Absteiger feststeht. In der schlechtesten Position befindet sich Aufsteiger Würzburger Kickers, der dem SV Sandhausen 0:1 (0:1) unterlag und als Vorletzter nur 34 Punkte aufweist.

Zwei Zähler mehr hat 1860 München nach einem 1:2 (1:1) gegen den VfL Bochum auf dem Relegationsplatz 16. Als erstes Team über dem Strich hat Bielefeld nach seinem Überraschungscoup gegen Braunschweig ebenfalls 36 Zähler.

Weiter Sorgen muss sich noch der 1. FC Kaiserslautern (38) nach einem 0:1 (0:0) bei Erzgebirge Aue machen, das mit 39 Punkten ebenso fast gerettet ist wie die punktegleiche Fortuna Düsseldorf, die beim 1. FC Nürnberg 3:2 (1:1) gewann.

Am letzten Spieltag empfängt die Fortuna Aue, 1860 spielt beim 1. FC Heidenheim. Zudem tritt Bielefeld bei Dynamo Dresden an, und Würzburg hat die schwere Aufgabe in Stuttgart vor der Brust. Kaiserslautern hat den 1. FC Nürnberg zu Gast. (red, sid, 14.5.2017)

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    foto: reuters/fabian bimmer
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