Italiens Hoteliers beklagen Steuerhinterziehung im Tourismus

14. Mai 2017, 09:57
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US-Zimmervermittlungsportal Airbnb des unlauteren Wettbewerbs beschuldigt

Rom – Italiens Hoteliersverband Federalberghi beklagt Steuerhinterziehung und Schattenwirtschaft im Tourismus. Dieses Phänomen werde durch den Erfolg von Zimmervermittlungsportalen wie Airbnb gefördert, klagte Federalberghi-Präsident Bernabo Bocca laut Medienangaben vom Sonntag.

Das Portal bot im April in Italien 214.483 Ferienwohnungen und Zimmer an, was einem Plus von 25,6 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2016 entspreche. Im Jahr 2008 wurden noch lediglich 52 Wohnungen angeboten. Allein in Rom würde Airbnb nun 25.753 Unterkünfte anbieten, die eine unlautere Konkurrenz gegenüber den Hotels darstellen würden, so der Federalberghi-Präsident.

Bocca forderte klare Rahmenbedingungen zur Bekämpfung der Schattenwirtschaft im Tourismus. Bei Plattformen wie Airbnb und Wimdu gebe es ein rechtliches Vakuum. Dies gehe auf Kosten der Verbraucher, Anrainer und Steuerzahler und verzerre den Wettbewerb zur stark reglementierten Hotellerie.

Der Verband der italienischen Wohnungsbesitzer Confedilizia kritisierte Bocca. Jeder Immobilienbesitzer habe das Recht, seine Wohnung zu vermieten.

Airbnb betreibt eine Plattform, die private Wohnungen oder Zimmer an Reisende vermittelt – und macht damit vor allem Hotels Konkurrenz. Der Dienst bekam in mehreren großen Städten wie New York oder Barcelona Probleme mit Regulierern. (APA, 14.5.2017)

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