Ried nach 0:3 bei Austria mit schlechten Karten

13. Mai 2017, 20:36
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Innviertler in Wien überfordert, Kayode mit zwei Treffern in fünf Minuten

Wien – Die Wiener Austria fährt in der Erfolgsspur unbeirrt in Richtung Europacup. Am Samstag feierten die Violetten gegen Schlusslicht Ried einen souveränen 3:0-(3:0)-Heimsieg und legten den Verfolgern Sturm Graz und Altach vor deren Sonntagsduell vor. Ried hat nun im Kampf gegen den ersten Abstieg seit 2003 schlechte Karten.

Larry Kayode mit einem frühen Doppelpack (16., 21.) sowie Tarkan Serbest (31.) sorgten für den vierten Austria-Sieg in den jüngsten fünf Partien. Kayode machte zudem das Rennen um den Torschützenkönig richtig spannend. Dank seinem siebenten Treffer in den vergangenen sechs Matches zog er mit dem bisherigen Leader Deni Alar gleich, beide halten bei 16 Toren.

Ried, das zuletzt aufsteigende Tendenz gezeigt hatte, kassierte hingegen eine bittere Niederlage. Weil St. Pölten Mattersburg mit 1:0 besiegte, liegen die Innviertler drei Runden vor Schluss je vier Punkte hinter dem WAC und St. Pölten. Das Heimduell mit den Niederösterreichern am kommenden Samstag hat damit Endspielcharakter.

Ried nicht auf dem Platz

In einer bitteren ersten halben Stunde wirkten die Innviertler, die auch überhaupt nicht zu einem aggressiven, dem Abstiegskampf angemessenen Zweikampfverhalten fanden, überfordert. Vorerst stand Fortuna den Gästen aber noch bei. Felipe Pires traf die Stange (3.), Raphael Holzhausers Heber ging an die Querlatte (4.) und Grünwalds Schuss streifte die Außenstange (11.).

Damit war das Glück der Rieder aber aufgebraucht, die Austria hatte keine Probleme, die sich bietenden Räume mit Dynamik und Witz zu bespielen. Zentrale Figuren waren dabei einmal mehr Holzhauser und Kayode. Nach gut einer Viertelstunde nützte der Nigerianer nach dem Freistoß seines Teamkollegen das Schläfchen der Rieder Defensive eiskalt aus, fünf Minuten später nahm er die Einladung nach einem Missverständnis zwischen Goalie Thomas Gebauer und Nico Antonitsch an. Als Serbest zehn Minuten später nach einem schlecht geklärten Ball das 3:0 gelang, durften die Fans der Veilchen schon vom Europacup singen.

Einzige Rieder Lebenszeichen vor der Pause blieben zwei durchaus gefährliche Vorstöße von Patrick Möschl. Auch nach dem Seitenwechsel kam Ried trotz bissigem Start und einer Umstellung auf eine Dreierkette nicht in die Gänge. Zusammen mit einer Austria, die sich sichtlich zurücknahm, resultierte daraus eine zweite Hälfte ohne Höhepunkte. (APA, red – 13.5. 2017)

Bundesliga ( 33. Runde):
FK Austria Wien – SV Ried 3:0 (3:0). Wien, Happel-Stadion, 8.214, SR Schörgenhofer

Tore: 1:0 (16.) Kayode, 2:0 (21.) Kayode, 3:0 (31.) Serbest

Austria: Hadzikic – De Paula, Mohammed, Rotpuller, Salamon – Serbest (85. Kvasina) – Tajouri (76. Prokop), Grünwald, Holzhauser, Pires – Kayode (79. Friesenbichler)

Ried: Gebauer – Hart, Reifeltshammer, Antonitsch (46. Özdemir), Marcos – Trauner, Ziegl – Möschl, Zulj (63. Brandner), Fröschl (46. Walch) – Ademi

Gelbe Karten: Ziegl, Trauner, Reifeltshammer

Stimmen:

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Wir haben gezeigt, dass wir sehr gut spielen können. In der ersten Hälfte hat die Mannschaft alles entschieden, sie wollte unbedingt die Möglichkeit wahrnehmen, gegenüber der Konkurrenz vorzulegen."

Lassaad Chabbi (Ried-Trainer): "Wir haben gegen einen sehr starken Gegner gespielt. In der ersten Hälfte haben wir Schwierigkeiten mit ihren Positionswechseln gehabt. Dann haben wir versucht, das System zu ändern, dann ist es teilweise besser gegangen. Es ist keine Schande, dass wir hier verloren haben. Wir haben jetzt noch drei Spiele und müssen nach vorne schauen."

Thomas Gebauer (Ried-Tormann): "Wir haben alles vermissen lassen, was wir uns vorgenommen haben."

  • Ismael Tajouri hypnotisiert den Rieder Ronny Marcos.
    foto: apa/neubauer

    Ismael Tajouri hypnotisiert den Rieder Ronny Marcos.

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