Wolfsberg rutscht auf Platz neun

13. Mai 2017, 20:33
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Negativlauf der Kärntner hält mit einem 2:3 bei der Admira an

Maria Enzersdorf – Die Admira hat am Samstagabend mit einem verdienten 3:2-(1:1)-Heimsieg über den WAC Platz fünf in der Fußball-Bundesliga abgesichert. Maximilian Sax (37.), Stephan Zwierschitz (50.) und der eingewechselte Patrick Schmidt (80.) trafen für die Niederösterreicher. Peter Tschernegg (29., 62.) erzielte beide Tore der Wolfsberger, die auf den vorletzten Platz zurückfielen, aber weiter vier Zähler vor Ried liegen.

Die Kärntner warten mittlerweile schon seit sieben Runden auf einen vollen Erfolg und haben aus den jüngsten acht Auswärtspartien nur einen einzigen Zähler geholt. Da aber die Rieder bei der Wiener Austria komplett chancenlos waren und hochverdient 0:3 verloren, hielten die Wolfsberger drei Runden vor Schluss ihren Vorsprung auf den Abstiegsrang. Durch den 1:0-Heimsieg von St. Pölten gegen Mattersburg verlor der WAC jedoch aufgrund der schlechteren Tordifferenz den achten Rang an die nun punktegleichen Niederösterreicher.

Leitner patzt

Die Zuschauer in der Südstadt sahen eine flotte und abwechslungsreiche Partie, in der die Gastgeber zunächst klar den Ton angaben. So hatte Christoph Monschein bereits in der vierten Minute die Admira-Führung auf dem Fuß, scheiterte aber gleich zweimal an WAC-Tormann Alexander Kofler. Nachdem ein Kopfball von Markus Wostry (18./nach Eckball) und ein Fernschuss von Sax (22./aus 17 Metern) knapp über die Latte gezischt waren, nutzten die Wolfsberger dann ihre gleich erste Chance – die eigentlich gar keine war: Admira-Tormann Andreas Leitner ließ sich von einem Weitschuss Tscherneggs aus gut 30 Metern überraschen.

Danach hatten die Kärntner ihre beste Phase, doch Leitner machte seinen Patzer gleich mit mehreren Glanzparaden gut. Zunächst wehrte er einen Schuss von Christian Klem im Strafraum ab und parierte auch den Nachschuss aus 25 Metern von Daniel Offenbacher (34.). Nur eine Minute später war er bei einem abgefälschten Schuss von Joachim Standfest neuerlich auf dem Posten.

Noch vor der Pause gelang der Admira der verdiente Ausgleich. Nach toller Vorarbeit von Zwierschitz erzielte Sax sein fünftes Saisontor. Und kurz nach dem Wechsel schlugen die Südstädter wieder zu. Zunächst verhinderte Stephan Palla nach einer herrlichen Ballannahme von Sax im Strafraum mit seiner Rettungstat das 2:1 (48.), das aber wenig später Zwierschitz nach Sax-Vorarbeit besorgte.

Admira spielerisch klar besser

Sax hatte nach einer knappen Stunde im Konter auch das 3:1 auf dem Fuß (59./in den Corner abgefälscht). Gleich im Anschluss verhinderte Kofler, der einen Wostry-Kopfball mit Mühe über die Latte drehte, die Vorentscheidung (60.). Wenig später wurde auf der Gegenseite ein Tschernegg-Schuss unhaltbar für Leitner zum 2:2 abgefälscht.

Die Admira steckte diesen neuerlichen Rückschlag schnell weg und machte weiter das Spiel. So bändigte Kofler einen Schuss von Christoph Knasmüllner erst im Nachfassen (67.) und hatte dann Glück, dass eine verunglückte Rettungsaktion seines Innenverteidigers Mario Leitgeb nicht im eigenen Tor landete (77.). Die Entscheidung brachte ein blitzschneller Konter der Admira über Knasmüllner, der auf Schmidt spielte. Und der erst in der 76. Minute eingewechselte 18-Jährige sicherte der Admira mit seinem Premierentreffer den Sieg. Die Ausgleichsbemühungen des WAC im Finish blieben dagegen erfolglos. (APA, 13.5. 2017)

Bundesliga (33. Runde):
FC Flyeralarm Admira – RZ Pellets WAC 3:2 (1:1). Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 2.100, SR Jaccottet/SUI.

Tore: 0:1 (29.) Tschernegg, 1:1 (37.) Sax, 2:1 (50.) Zwierschitz, 2:2 (62.) Tschernegg, 3:2 (80.) Schmidt

Admira: Leitner – Zwierschitz, Wostry, Maranda, Ebner – Lackner, D. Toth – Sax (86. Grozurek), Knasmüllner, Bajrami (76. Schmidt) – Monschein

WAC: Kofler – Standfest, Leitgeb, Drescher, Palla (61. Jacobo) – G. Nutz, Offenbacher (84. Sanogo), Tschernegg, Klem – Prosenik (72. Orgill), Ouedraogo

Gelbe Karten: Keine bzw. Offenbacher

Stimmen:

Damir Buric (Admira-Trainer): "Man hat ein gutes, interessantes Spiel gesehen. Wir haben unseren Spielplan durchgezogen. Unsere Chancenauswertung war nicht so gut, dazu haben wir auch Geschenke verteilt. Die Mannschaft hat aber nie aufgegeben, wollte immer nach vorne spielen und hat einen tollen Charakter."

Daniel Toth (Admira-Kapitän): "Ein absolut verdienter Sieg. Wir haben zwei billige Tore bekommen, unsere Tore waren dagegen schön herausgespielt. Leider haben wir unsere Chancen auf vier, fünf Tore nicht genützt, aber spielerisch und kämpferisch war das wirklich gut."

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Wir haben ganz gut angefangen und hatten gute Distanzschüsse. Wir hätten schauen müssen, dass die Null steht. Aber die Admira hat sehr gute Fußballer, die sich sehr gut bewegen. Das dritte Gegentor ärgert mich besonders – auswärts mit offenem Visier anzugreifen, anstatt den Punkt abzusichern."

Peter Tschernegg (WAC-Doppeltorschütze): "Nach dem 1:0 haben wir es verabsäumt nachzulegen. Danach ist das Spiel in die falsche Richtung gelaufen."

  • Heimo Pfeifenberger steht im Regen. Der WAC auch.
    foto: apa/expa/haumer

    Heimo Pfeifenberger steht im Regen. Der WAC auch.

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