Vierter Titel in Folge: Salzburg feiert

Ansichtssache13. Mai 2017, 19:16
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RB stellt 36 Jahre alten Rekord der Wiener Austria ein, ein starkes Frühjahr war dafür letztlich entscheidend

Salzburg – Nach dem 1:0-Sieg gegen Rapid ist er nun endgültig fixiert: der schon länger praktisch feststehende viertel Meistertitel für Red Bull Salzburg in Serie. Der 36 Jahre alte, bisher einsamen Rekord der Wiener Austria (1977/78 bis 1980/81) ist damit eingestellt.

Insgesamt acht Mal konnte der Titel in der nunmehr zwölf Saisonen währenden Red-Bull-Ära gewonnen werden. Mit einem Sieg im Finale gegen Rapid könnte man am 1. Juni auch den vierten Cupsieg en suite und damit gar das "Quadrupel-Double" holen.

In der elften Runde noch neun Punkte hinter Sturm Graz liegend, übernahm Salzburg in der 21. Runde erstmals die Tabellenführung und gab diese nicht mehr aus der Hand. Die millionenschweren Abgänge von Schlüsselspielern wie Naby Keita, Bernardo, Martin Hinteregger und Jonatan Soriano konnten kompensiert werden. Im Frühjahr legte man überhaupt einen Durchmarsch hin.

Trainer Oscar Garcia, nunmehr zweifacher österreichischer Meister, musste seine Flexibilität immer wieder unter Beweis stellen. Den Frust über diverse Abgänge konnte er zeitweise kaum verbergen, doch der 44-jährige arrangierte sich mit der Situation und akzeptierte den Status als "Ausbildungstrainer" auf hohem Niveau.

Er verordnete seiner jungen Mannschaft unterschiedliche Ausrichtungen, verpasste Salzburg zudem eine sichere Defensive, die bis Samstag in 33 Spielen nur 22 Gegentore hinnehmen musste. Gemessen am Punkteschnitt spielt Oscar in einer Liga mit dem in dieser Kategorie bisher erfolgreichsten RB-Trainer Roger Schmidt. Unter dem Deutschen holte Salzburg in 99 Partien im Schnitt 2,24 Punkte pro Spiel, beim ehemaligen FC-Barcelona-Profi sind es nach 69 Matches 2,22.

Zwei seiner Schützlinge, Andreas Ulmer und Christoph Leitgeb, sind die erfolgreichsten aktiven Profis der Bundesliga: beide halten nun bei sieben gewonnenen Meisterschaften. Damit stehen sie auf einer Stufe mit Größen wie Herbert Prohaska, Karl Daxbacher, oder Robert Körner. Einsamer Rekordhalter ist Robert Sara mit neun Titeln. (APA, red, 13.5. 2017)

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foto: apa/krugfoto
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