G-7 wollen sich stärker gegen Cyber-Angriffe wappnen

    13. Mai 2017, 11:45
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    Vor allem Verwundbarkeit im Finanzbereich im Blick

    Die Gruppe der sieben führenden Industrieländer will Wirtschaft und Gesellschaft besser vor Cyber-Angriffen schützen. Während gerade rund 100 Länder Opfer einer großen Hackerattacke wurden, gaben die G-7-Finanzminister am Samstag im italienischen Bari das Ziel aus, sich stärker gegen solche Angriffe zu wappnen.

    "Wachsende Gefahr"

    "Wir stellen fest, dass Cyber-Vorfälle eine wachsende Gefahr für unsere Volkswirtschaften darstellen und angemessene, umfassende politische Antworten darauf für die gesamte Wirtschaft erforderlich sind", heißt es in einem Entwurf für die Abschlusserklärung des Treffens. Im Blick hat die Staatengruppe vor allem die Verwundbarkeit im Finanzbereich. Hintergrund ist allerdings nicht der aktuelle Cyber-Großangriff. Vielmehr hatte Italien als amtierende G-7-Präsidentschaft schon zuvor einen Schwerpunkt bei diesem Thema gesetzt.

    Schwachstellen erkennen

    Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung der Geschäfte von Finanzfirmen komme es darauf an, frühzeitig Schwachstellen zu erkunden und zu beheben, um den gesamten Bereich besser zu schützen und darüber hinausreichende Gefahren zu bannen, heißt es in dem Entwurf. Die G-7 erteilten einer bereits bestehenden Cyber-Expertengruppe (G7 CEG) das Mandat, bis Oktober Vorschläge zu erarbeiten. Die besondere Herausforderung dabei sei, dass grenz- und branchenüberschreitend für mehr Sicherheit gesorgt werden müsse.

    Weltweiter Angriff am Freitag

    Am Freitag war ein groß angelegter Cyberangriff bekanntgeworden, der zunächst in britischen Krankenhäusern und Arztpraxen massive Behinderungen ausgelöst hatte. Wegen der Störung der IT-Systeme beim öffentlichen Gesundheitssystem NHS mussten etwa Rettungswagen in andere Kliniken umgeleitet und Operationen abgesagt werden. Die Angriffe waren offenbar Teil einer größeren Aktion in zahlreichen Ländern. Auch die Deutsche Bahn war betroffen. Hier kam es zu Störungen an den digitalen Anzeigetafeln. Behörden zufolge handelt es sich bei den Schadprogrammen um sogenannte Ransomware. Diese Erpressungsprogramme infizieren Rechner, verschlüsseln Daten und verlangen ein Lösegeld, um die Computer wieder freizugeben. (APA, 13.05.2017)

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