Skurriler Wettbewerb in Indien: Wer knackt den Wahlautomaten?

    12. Mai 2017, 15:57
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    Aufruf der Wahlkommission nach Manipulationsvorwürfen

    Nach Manipulationsvorwürfen will die indische Wahlkommission in einem Wettbewerb zur Wahlfälschung aufrufen. Der Chef der Kommission, Nasim Zaidi, bot am Freitagabend (Ortszeit) allen politischen Parteien des Landes an, den Beweis für die Manipulierbarkeit der in Indien eingesetzten elektronischen Wahlautomaten zu erbringen.

    Vorwurf: Wahlautomaten manipuliert

    "Obwohl ein papierbasiertes Zusatzsystem dafür sorgt, dass die Maschinen transparent und glaubwürdig funktionieren, wird die Kommission einen entsprechenden Wettbewerb abhalten", sagte er. Jede Partei solle die Gelegenheit erhalten, zu demonstrieren, wie ein Wahlautomat trotz technischer und administrativer Sicherheitsvorkehrungen manipuliert werden könne.

    Der Ankündigung vorausgegangen war eine Sitzung der Kommission mit Vertretern von 55 indischen Parteien. Einige der Parteien hatten Vorwürfe erhoben, dass Wahlautomaten während der kürzlich abgehaltenen Wahlen in fünf indischen Unionsstaaten manipuliert worden seien.

    Wahlautomaten seit 2004

    Indien setzt seit 2004 Wahlautomaten ein, um die Auszählzeiten zu verkürzen. Bei bundesweiten Wahlen sind in Indien rund 850 Millionen Menschen wahlberechtigt. Bei der jüngsten bundesweiten Wahl im Jahr 2014 gaben 554 Millionen Wähler ihre Stimme ab. (APA, 12.5.2017)

    • Die umstrittene Wahlmaschine
      foto: apa/afp/prakash singh

      Die umstrittene Wahlmaschine

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