Mattersburg sucht in St. Pölten die Vorentscheidung

12. Mai 2017, 13:45
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Mit Sieg wäre Klassenerhalt für Burgenländer ganz nahe – St. Pölten in Negativspirale schwer unter Druck

Mattersburg/St. Pölten – Für Mattersburg ist der Klassenerhalt zum Greifen nahe. Ein Sieg im Auswärtsspiel bei St. Pölten am Samstag (18.30) würde den Burgenländern drei Runden vor dem Ende zumindest einen Acht-Punkte-Polster bringen. Zuletzt tankte der SVM mit einem 2:1-Heimerfolg über Salzburg zusätzliches Selbstvertrauen, St. Pölten hingegen befindet sich zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt in einer Negativspirale.

Drei Niederlagen und nur ein Remis in den jüngsten vier Spielen, der zu Frühjahrsbeginn gezeigte Aufwärtstrend ist endgültig zum Erliegen gekommen. Nur noch einen Punkt liegt St. Pölten vor Schlusslicht Ried, bei dem man dann in der kommenden Runde gastiert. Zuletzt gab es ein 2:3 bei Sturm Graz, der Druck ist enorm. "Es ist eines von vier Endspielen gegen einen sehr bissigen und sehr engagierten Gegner, der einen sehr guten Lauf hat", stellte SKN-Coach Jochen Fallmann klar.

Er fordert von seiner Mannschaft vor allem eines: "Mehr Cleverness." Der 38-Jährige konstatierte zuletzt "zu viele leichte Fehler in der Defensive. Spielerisch waren wir in den jüngsten vier Spielen mit Ausnahme der Admira aber sicher nicht die schlechtere Mannschaft." Seine Truppe dürfe also ruhig an sich glauben, zumal man ihr im Training zuletzt auch Werkzeuge zur erfolgreichen Problemlösung in der Verteidigung an die Hand gegeben habe. Fallmann: "Am Willen scheitert es jedenfalls nicht."

Mattersburg kommt derzeit wohl als Favorit in die NV Arena. Das hinter Salzburg beste Frühjahrsteam kassierte nur eine Niederlage in den jüngsten sieben Runden und feierte dabei vier Siege. Nicht zuletzt das mentale Korsett scheint höchst stabil. "Die unglaubliche Moral in der Mannschaft sowie das Selbstvertrauen, das wir uns im Frühjahr erarbeitet haben, machen uns so stark", erklärte Trainer Gerald Baumgartner.

Die Brisanz des Duells ist dem Salzburger bewusst. "St. Pölten kämpft auch noch um den Klassenerhalt, steht noch mehr unter Zugzwang und wird sicherlich alles reinhauen", sagte Baumgartner, der die Niederösterreicher zwischen September 2013 und Sommer 2014 in der zweiten Liga betreute und bis ins Cupfinale führte. "Verlieren verboten", ist nur eine seiner Vorgaben, er sucht die Vorentscheidung: "Möglicherweise ist das unser erster Matchball, und den wollen wir auch verwerten." (APA; 12.5.2017)

SKN St. Pölten – SV Mattersburg (St. Pölten, NV Arena, 18.30 Uhr, SR Weinberger). Bisherige Saisonergebnisse: 1:1 (a), 2:2 (h), 0:1 (a)

St. Pölten: Riegler – Stec, Huber, Diallo/Petrovic, Grasegger – Schütz/Korkmaz, Ambichl, Martic, Pirvulescu – Doumbouya, Dieng

Ersatz: Vollnhofer – Brandl, Hartl, Perchtold, Drazan, Thürauer, Luckassen

Es fehlen: Mehremic (gesperrt), Holzmann (Verletzung Syndesmoseband)

Fraglich: Diallo, Schütz (beide angeschlagen)

SVM: Kuster – Farkas, Malic, Ortiz, Novak – Jano, Erhardt – Höller, Atanga, Röcher – Maierhofer

Ersatz: Böcskör – Maksimenko, Mahrer, Grgic, Seidl, Ibser, Varga, Templ, Bürger

Es fehlt: keiner

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