Rosenbauer fährt in die Verlustzone

12. Mai 2017, 13:01
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Geopolitische Lage in den Golfstaaten belastet Auftragslage im ersten Quartal

Wien/Leonding – Der börsennotierte oberösterreichische Feuerwehrausstatter Rosenbauer hat aufgrund schwacher Auslastung im ersten Quartal 2017 einen kleinen Verlust gemacht. Das Periodenergebnis lag bei minus 2,6 Mio. Euro nach plus 2,8 Mio. Euro im Jahr davor. Die angespannte geopolitische Lage in den Golfstaaten ließ bei Rosenbauer die Zahl der lukrativen Aufträge sinken.

Auf das Ergebnis drückten die geringere Fixkostendeckung in den Werken in Leonding und das Ausbleiben von ertragsstarken Auslieferungen sowie Anlaufkosten des Bühnenherstellers Rosenbauer Rovereto, teilte Rosenbauer am Freitag in einer Aussendung mit. Der Umsatz stieg hingegen um 5,8 Prozent auf 181,9 Mio. Euro. In einigen Ländern des Nahen Ostens verzeichnete der Feuerwehrausstatter ein rückläufiges Auslieferprogramm, in Nordamerika und in Teilen Europas wurde hingegen mehr ausgeliefert. Der überwiegende Teil der Auslieferungen erfolgt nach Unternehmensabgaben üblicherweise in der zweiten Jahreshälfte.

Wegen den bevorstehenden Auslieferungen im laufenden Geschäftsjahr erhöhten sich im ersten Quartal die Vorräte auf 211,1 Mio. EUR (Ende März 2016: 204,2 Mio. Euro), die Fertigungsaufträge lagen mit 73,8 Mio. Euro (Ende März 2016: 101,2 Mio. Euro) auslastungsbedingt unter dem Vorjahreswert.

Rosenbauer rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einer ähnlichen Entwicklung wie 2016. Vor allem jene Länder würden die Nachfrage tragen, die über ein kontinuierliches Beschaffungswesen verfügen und ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis nach Natur- oder Terrorkatastrophen haben. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr ist von geopolitischen Spannungen und dem niedrige Ölpreis getrübt. Diese beiden Faktoren könnten das Wachstum in einigen Märkten beeinträchtigen. Insgesamt rechnet das Rosenbauer-Management aber mit einer stabilen Entwicklung der globalen Nachfrage nach Feuerwehrtechnik, der Umsatz und das Ergebnis soll auf Niveau des Vorjahres gehalten werden. (APA, 12.5.2017)

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