Bierriese AB Inbev will alkoholfrei wachsen

12. Mai 2017, 11:45
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Bis 2025 sollen alkoholfreie und schwach alkoholhaltige Biere ein Fünftel des Volumens ausmachen

Leuven – Der weltgrößte Braukonzern AB Inbev will den Umsatz mit alkoholfreien Bieren in den kommenden Jahren stark ausweiten. Der jüngste Erfolg mit der Sorte Jupiler 0.0 in Belgien bestärke den Konzern in dieser Strategie, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Freitag.

Von der völlig alkoholfreien Biersorte habe das Unternehmen in den ersten fünf Monaten 2017 bereits mehr abgesetzt als von seinem Jupiler NA mit 0,5 Prozent Alkoholgehalt, der erlaubten Höchstmenge für alkoholfreie Biere. Bis 2025 sollten alkoholfreie und schwach alkoholhaltige Biere ein Fünftel des AB-Inbev-Volumens ausmachen.

In Belgien ist der Bierkonsum im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent gesunken, teilte der belgische Brauereiverband mit. Das war deutlich mehr als der durchschnittliche Rückgang um 1,4 Prozent während der vergangenen 20 Jahre.

Marktanteil alkoholfreier Biere wächst

Beim alkoholfreien Bier sieht AB Inbev, zu der etwa die Massenmarken Beck's, Stella Artois, Corona und Budweiser, aber mittlerweile auch mehrere ehemalige Craft-Bier-Brauereien insbesondere in den USA gehören, jedoch noch Potenzial: Biere mit wenig oder gar keinem Alkohol machten in Belgien nur 2,2 Prozent des Marktes aus, in Deutschland seien es 10,4 und in Spanien 17,7 Prozent.

Der österreichische Marktführer Brau-Union strebt einen Marktanteil von 15 Prozent mit Radlern, alkoholarmen und alkoholfreien Bieren an. Im Jahr 2015 lag dieser Wert laut Generaldirektor Markus Liebl bei mehr als elf Prozent. (APA, red, 12.5.2017)

  • Die Zeiten des Wachstums mit herkömmlichem Bier sind vorbei. Jetzt soll alkoholfreies Bier für Schub sorgen.
    foto: reuters/siphiwe sibeko

    Die Zeiten des Wachstums mit herkömmlichem Bier sind vorbei. Jetzt soll alkoholfreies Bier für Schub sorgen.

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