TU Graz stellt neues Rennauto für Öko-Marathon vor

12. Mai 2017, 11:41
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Batteriebetriebener "Fennek 2017" soll auf Rennstrecke in London möglichst wenig Energie verbrauchen – Vorläufermodelle waren 2011 und 2014 erfolgreich

foto: apa/ronny rozenberg
2014 war das damalige TERA-Team mit seiner Fennek-Version bereits erfolgreich.

Graz – Leichter, weiter, effizienter: Nach diesen Grundsätzen hat das Rennstallteam "TERA" der TU Graz ihr neustes Auto-Modell "Fennek 2017" gebaut. Mit ihm wollen die Studenten beim Shell Eco-Marathon Europe in London punkten und sich, wie bereits in Vorjahren, den Titel des effizientesten batteriebetriebenen Fahrzeugs sichern. Am Donnerstagabend wurde der Öko-Flitzer an der TU Graz vorgestellt.

Ziel des Rennens ist es, für eine bestimmte Strecke möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Nicht zuletzt wegen ihrer Siege 2011 und 2014 mit Vorgängermodellen des nach dem Wüstenfuchs benannten Wagens werden auch heuer große Erwartungen an das Autobauer-Team gestellt. 2014 holten die Studenten sogar einen Weltrekord nach Graz: Das Fahrzeug legte hochgerechnet mit einem Energieverbrauch von einer Kilowattstunde eine Strecke von 1.092 Kilometern zurück. Umgerechnet würden das rund 9.200 Kilometer mit nur einem Liter Benzin bedeuten.

Es gelten neue Regeln

In zwei Wochen, von 25. bis 28. Mai, wird das diesjährige Modell in der Kategorie "batteriebetriebener Prototyp" in London ins Rennen geschickt. Dabei wird es laut Rene Pöschl, stellvertretendem technischen Leiter, schwierig an die Ergebnisse von 2014 ranzukommen, da das Regelwerk des Wettbewerbs grundlegend geändert wurde: Unter anderem muss der Lenker nun vorne sitzen, unterstützende Solarzellen sind nicht mehr erlaubt und es darf nur mehr eine Batterie eingesetzt werden.

Trotzdem hält Pöschl fest: "Uns war die Qualität des Fahrzeugs besonders wichtig und dank vieler Arbeit ist es tatsächlich so geworden, wie wir es uns vorgestellt haben – nun muss nur noch das Ergebnis stimmen." Testfahrten gab es bisher noch keine, gelenkt wird der Wüstenfuchs von einer Studentin.

Rund 23 Kilogramm leicht ist der Prototyp an dem das Team seit zehn Monaten arbeitet. Unterstützt werden die Studenten dabei von der TU Graz, diversen Betrieben und Alumni Studenten, die früher auch am Projekt beteiligt waren. "So ein Projekt hebelt das Alter aus", unterstrich Teamleiter Konrad Fellner die Anstrengung der vergangenen Monate, "während wir Studenten in dieser Zeit erste graue Haare kriegen, laufen unsere ehemaligen Kommilitonen im Anzug jugendlich unseren Modellen nach." (APA, 12. 5. 2017)

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