Maduro will Polizeigewalt bestrafen

12. Mai 2017, 10:09
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Proteste in Venezuela als "faschistischen Hinterhalt" bezeichnet

Caracas – Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro will die Sicherheitskräfte für ihre Gewalt gegen Demonstranten bei den seit über einem Monat andauernden Protesten gegen seine Regierung bestrafen. "Es hat Beschwerden über angebliche Misshandlungen durch Funktionäre gegeben. Ich habe sowohl die Bestrafung jedes Funktionärs befohlen, der seine Macht missbraucht, als auch die Bestrafung derjenigen, die zu dem Staatsstreich aufgerufen haben", sagte Maduro am Donnerstag.

Zugleich verurteilte der Staatschef die Proteste als "faschistischen Hinterhalt". "Dieser faschistische Hinterhalt dauert jetzt schon fünf Wochen. Es gibt Opfer. Gestern starb ein Arbeiter, der von einem Heckenschützen in Merida erschossen wurde", sagte Maduro mit Bezug auf einen Toten in den venezolanischen Anden. "Das sind Heckenschützen, die an einigen Orten platziert wurden, um Menschen zu töten."

Er warf dem oppositionellen Bündnis "Tisch der demokratischen Einheit" (MUD) vor, mit den Protesten einen "Krieg gegen das Volk" erklärt zu haben. Zudem verurteilte er die neuen Waffen junger Regierungsgegner, die seit Tagen auch mit Fäkalien, Exkrementen und Urin gefüllte Beutel und Flaschen auf Soldaten und Polizisten der Nationalgarde werfen. Bei den eskalierenden Protesten der vergangenen Wochen gab es bisher 39 Tote und Hunderte Verletzte. (APA, 12.5.2017)

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