Polizei stellt Chemikalien zur Sprengstoffherstellung sicher

12. Mai 2017, 05:49
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Mehrere Festnahmen und Durchsuchungen

Berlin – Im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen hat die Polizei am gestrigen Donnerstag Sprengstoff-Chemikalien gefunden. "Auch in der Nacht haben wir uns mit dem Fall beschäftigt. Neue Erkenntnisse gibt es zur Stunde allerdings nicht", sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Freitagmorgen. Im Visier der Ermittler stehen mehrere Verdächtige.

Es habe Festnahmen und Durchsuchungen gegeben, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag mit. Gegen einen 24-Jährigen erging am Donnerstagabend Haftbefehl, ihm wird ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vorgeworfen. Außerdem wurde gegen 19.30 Uhr eine weitere Wohnung in Neukirchen-Vluyn am Niederrhein durchsucht, dabei wurden vier weitere Verdächtige festgenommen. Am Freitag sollten noch zwei Festgenommene einem Haftrichter vorgeführt werden.

Großer Umfang

Einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach unter den Verdächtigen ein Islamist sei und die Polizei von einem terroristischen Hintergrund ausgehe, bestätigte die Polizei nicht. "Das kann momentan noch alles sein", sagte ein Sprecher. Ermittelt werde in verschiedene Richtungen. Zu den Hintergründen könnten weiter keine Angaben gemacht werden. Auffällig war, dass die Zuständigkeit von der Polizei in Wesel auf die für größere Lagen ausgerichtete Polizei in Essen überging. Die Polizei begründete das mit dem Umfang des Falls.

Ermittlungen nach Einbruch

Bei Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Einbrecher war die Polizei in Neukirchen-Vluyn westlich von Duisburg am Mittwochabend in einer Garage auf verdächtige Chemikalien gestoßen. Dort wurde der 24-Jährige festgenommen. Die Chemikalien sollen zur Herstellung eines größeren Sprengsatzes geeignet sein. Sprengstoffexperten eilten an den Ort des Geschehens. Anrainer wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben und sich von den Fenstern fernzuhalten. Die beschauliche Seitenstraße mit alten Bäumen und dunklen Klinkerhäusern wurde abgesperrt. Es handelt sich um eine alte Zechensiedlung, das stillgelegte Bergwerksgelände ist zwei Straßen weiter.

In einer Reihe von fünf Garagen war die Polizei fündig geworden. Die Ermittlungen hätten die ganze Nacht gedauert, hieß es. Am Donnerstag verlagerte sich das Geschehen ins benachbarte Kamp-Lintfort. Auch dort kam es zu Durchsuchungen und Festnahmen. Es habe auch in weiteren Städten Durchsuchungen gegeben, die aber aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht genannt werden könnten. Das gleiche gelte für die Staatsangehörigkeit der Verdächtigen.

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