FBI-Chef: Russland-Ermittlungen gehen unverändert

11. Mai 2017, 17:57
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McCabe tritt Besorgnissen nach Comey-Rauswurf entgegen

Die Entlassung von FBI-Chef James Comey soll nach Angaben seines kommissarischen Nachfolgers keinerlei Auswirkungen auf die Ermittlungen der Bundespolizei zur Russland-Affäre haben. "Die Arbeit geht weiter, unabhängig davon, wie sich die Umstände verändert haben mögen", sagte der amtierende FBI-Chef Andrew McCabe am Donnerstag bei einer Anhörung im Senat in Washington.

Der überraschende Rauswurf Comeys durch Präsident Donald Trump hat bei den oppositionellen Demokraten und anderen Trump-Kritikerin Besorgnisse ausgelöst, dass die Untersuchungen des FBI zu den mutmaßlichen russischen Hackerangriffen während des US-Wahlkampfs und möglichen illegalen Verbindungen von Trump-Mitarbeitern nach Moskau eingedämmt werden sollen.

Nachfolge-Kandidaten

"Sie können die Männer und Frauen des FBI nicht daran hindern, das Richtige zu tun", sagte McCabe dazu. Es habe keine Versuche gegeben, "unsere Untersuchung zu behindern". McCabe war bisher Comeys Stellvertreter und hat die Leitung der Bundespolizei provisorisch übernommen. Einen Kandidaten für die Nachfolge Comeys hat Trump bisher noch nicht benannt. Als potenzielle Kandidaten gelten neben McCabe, auch der stellvertretende Direktor Paul Abbate, sowie die FBI-Agenten Michael Anderson aus Chicago und Adam Lee aus Virginia.

Die US-Regierung hat die Entlassung Comeys mit dessen Umgang mit der E-Mail-Affäre der früheren Außenministerin und Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton begründet. Comey war während des Wahlkampfs mit Informationen zur Untersuchung des regelwidrigen Umgangs der Ex-Außenministerin mit ihren dienstlichen Mails an die Öffentlichkeit gegangen. Die Demokraten halten die offizielle Begründung für die Entlassung des FBI-Chefs für unglaubwürdig. (Reuters, 11.5.2017)

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