Frankreich: Gewerkschaft will Werk vor Schließung notfalls anzünden

11. Mai 2017, 17:28
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Die Fabrik von GM&S in Zentralfrankreich sei mit Gasflaschen und Benzinkanistern "vermint", warnt ein Gewerkschafter

Guéret – Arbeiter des angeschlagenen Autozulieferers GM&S in Zentralfrankreich haben mit Zerstörungen in der Fabrik gedroht, sollte das Unternehmen wie geplant geschlossen werden. Am Donnerstagmorgen hätten sie bereits eine Presse mit dem Schneidbrenner zerschnitten, eine weitere Maschine werde am Nachmittag zerstört, sagte Gewerkschaftsvertreter Vincent Labrousse der Nachrichtenagentur AFP.

foto: afp / samson
Als der Protest noch friedlich war.

Zudem sei das Werk mit Gasflaschen und Benzinkanistern "vermint" worden. "Wir haben es satt, dass man uns zum Narren hält", sagte Labrousse. Die Angestellten kämpften seit sechs Monaten um ihre Arbeitsplätze, nun stehe trotzdem die Schließung des Werks an. "Sollte das passieren, wird die Fabrik nicht heil übergeben werden."

foto: afp / pascal lachenaud
Dann wurde mit Zerstörungen begonnen.

Bei GM&S in Guéret arbeiten 280 Menschen. Sie werfen den Autokonzernen PSA und Renault vor, dem Zulieferer zu wenige Aufträge zu geben. Der Insolvenzverwalter verhandelt seit Wochen mit einem anderen Zulieferer über eine Übernahme. Laut Gewerkschaft sind diese Verhandlungen jedoch gescheitert.

foto: afp / pascal lachenaud
That escalated quickly.

Die Belegschaft fordert Verhandlungen mit PSA, Renault und dem künftigen Präsidenten Emmanuel Macron. (APA, 11.5.2017)

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